DOXA #3 x Meine Drei Lyrischen Ichs versammelt die Autor:innen Tanasgol Sabbagh, Sabina Lorenz und Alexander Rudolfi in einer gemeinsamen Lesung in der Lothringer 13 Halle. Als Teil der Reihe DOXA, die sich textbasierten künstlerischen Praktiken widmet, findet diese dritte Ausgabe im Rahmen des transnationalen Projekts Antifascism: Now. statt, das Antifaschismus als demokratischen Imperativ und als situierte kulturelle Praxis untersucht.
In Kooperation mit der Münchner Lesereihe Meine Drei Lyrischen Ichs, die seit über vierzehn Jahren zeitgenössische Poesie mit Positionen der bildenden Kunst verbindet, entsteht ein Raum für poetische Stimmen zwischen Text, Performance und Übersetzung. Die Konstellation von zwei internationalen Autorinnen mit einer in München lebenden Stimme macht die poetische Gegenwart als vielsprachiges und vielstimmiges Feld erfahrbar. Vor dem Hintergrund von Antifascism: Now. richtet sich der Blick dabei auch auf Literatur als kritische Praxis: als Ort, an dem Fragen von Erinnerung, Migration, Sprache und politischer Verantwortung verhandelt werden und an dem Poesie als ästhetische wie gesellschaftliche Intervention wirksam werden kann.
Die Lesesituation Meine drei lyrischen Ichs, bei der zeitgenössische Poesievon ihren Autor:innen vorgetragen wird, wird durch Arbeiten aus der aktuellen Kunstszene unterstützt, gerahmt und erweitert. Zum Prinzip der Lesereihe gehört auch, dass immer zwei Lyriker:innen von außerhalb der Stadt- und Landesgrenzen auf eine:n Lyriker:in aus München treffen und präsentieren, was in der poetischen Gegenwart an Texten, Performances und allen erdenklichen Räumen dazwischen passiert – dazu gehört auch die Übersetzung aus anderen Sprachen.
