Wann

22.10.2026    
19:00 - 20:30

Veranstaltungstyp

Seit 2022 führt Russland einen offenen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dennoch blicken in Deutschland immer noch viele Menschen überraschend positiv auf das Land – auch im Westen. Dabei geht es weniger um ein Abbild des realen historischen oder gegenwärtigen Russlands, sondern um die Idee „Russland“. Sie dient als Projektionsfläche für Hoffnungen, Ängste und Erwartungen und hat oft mehr mit innerdeutschen Debatten und Befindlichkeiten zu tun als mit dem östlichen Nachbarn selbst. Warum ist das so? Gwendolyn Sasse sucht nach Erklärungen und zeigt, wie die Deutschen sich ihr Russland erfanden.

Prof. Dr. Gwendolyn Sasse
ist Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) in Berlin und Einstein-Professorin für Vergleichende Demokratie- und Autoritarismusforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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