Podiumsdiskussion
Genderaspekte von Klima und Klimapolitik
Der menschengemachte Klimawandel betrifft Menschen unterschiedlich: Frauen* und Kinder tragen weniger zur Ursache bei, sind jedoch häufiger von den Folgen betroffen und übernehmen eine größere Verantwortung bei der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen. Gleichzeitig prägen traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit den Umgang mit der Krise. Beispielsweise wird der Konsum schneller Autos oft als Zeichen von Männlichkeit verstanden.
Die Reihe „München Global Engagiert“ lädt dazu ein, die feministische Perspektiven auf Klimagerechtigkeit, Geschlechterrollen und Machtstrukturen zu verbinden. Untersucht werden soll der Einfluss männlicher Rollenbilder auf das Festhalten an fossilen Energien und warum Frauen* trotz ihrer stärkeren Betroffenheit und geringeren Ressourcen sich oft besonders für Nachhaltigkeit und Klimaschutz engagieren. Wie führen traditionelle männliche Rollenbilder zum Beharren auf fossilen Energiequellen und dem Bremsen notwendiger Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise?
Wir möchten einen Perspektivwechsel anzuregen und Strategien entwickeln, um Geschlechtergerechtigkeit, Machtverhältnisse und Klimaschutz miteinander zu verknüpfen – für eine gerechtere und nachhaltige Zukunft.
Impulsreferat
Gotelind Alber, Expertin und Beraterin für nachhaltige Energie- und Klimapolitik mit besonderem Schwerpunkt auf Genderfragen.
Weitere Gäste
Markus Nau, Sozialpädagoge, Vorstand von Diversikat e. V.
Rahel Weier, studiert Sozioökonomie an der Universität Duisburg-Essen und forscht zu Klimapolitik aus Genderperspektive.
Moderation: Nadja Schlüter, Süddeutsche Zeitung
Eine Veranstaltung aus der Veranstaltungsreihe „München Global Engagiert“. Mehr Informationen zur Reihe hier.
