Wann

26.07.2026    
16:00 - 20:00

Wo

Schloss Fürstenried
Forst-Kasten-Allee 103, München, Bayern, 81475

Veranstaltungstyp

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Kurfürst Maximilian II. Emanuel von Bayern zählt zu den schillerndsten Herrschergestalten des europäischen Barocks. Durch seine Teilnahme an den Feldzügen gegen das Osmanische Reich inszenierte er sich erfolgreich als siegreicher Feldherr und Verteidiger des christlichen Europas. In Schlossanlagen, Gemälden und Festdekorationen ließ er sein Bild als „Türkensieger“ verbreiten und stellte sich zugleich in die Tradition antiker Helden wie Herkules, Mars oder Aeneas.

Weniger beachtet wurde bislang jedoch ein weiterer zentraler Bestandteil seiner Selbstdarstellung: die Rolle des Kurfürsten als Reiter und seine repräsentative Pferdehaltung. Pferde, Reitkunst und Kutschen gehörten um 1700 zu den wichtigsten Ausdrucksformen fürstlicher Macht, militärischer Tugend und höfischer Kultur. Enorme Summen wurden in Reit-, Jagd- und Kutschpferde, in kostbare Sättel und Geschirre, Galakutschen, spezialisiertes Hofpersonal und prächtige Stallbauten investiert – wie etwa in den „Schönen Stall“ von Schloss Lustheim in Schleißheim, der trotz seiner Funktion als Pferdestall zugleich ein aufwendig ausgestatteter Repräsentationsraum war. Ungewöhnlich viele Reiterporträts und Reiterstatuen präsentieren Max Emanuel als souveränen Beherrscher von Pferd und Herrschaft gleichermaßen.

Anhand von Gemälden, Skulpturen, Architektur und erhaltenen Ausstattungsstücken eröffnet der Vortrag neue Perspektiven auf die höfische Pferdekultur um 1700 und zeigt, wie eng Kriegerruhm, Reitkunst und repräsentativer Aufwand im Selbstbild des bayerischen Kurfürsten miteinander verbunden waren.

16:00 Uhr exklusive Schlossführung
17:30 Uhr Stehempfang mit Häppchen
18:00 Uhr Vortrag
ca. 19:30 Uhr Ende der Veranstaltung
Schlossführung und Vortrag mit Stehempfang – Beginn 16 Uhr
zu 37,00 Euro (bei Kauf über Eventfrog zzgl. Vorverkaufsgebühr)

Vortrag mit Stehempfang – Einlass 17:30 Uhr
zu 29,00 Euro (bei Kauf über Eventfrog zzgl. Vorverkaufsgebühr).