Wie gelingt Verständigung, wenn Gespräche nicht mehr möglich sind und Debatten eskalieren? Boykottaufrufe, eine übersteigerte gesellschaftliche Sensibilisierung und die Politisierung von Gefühlen untergraben das demokratische Miteinander. Die muslimische Politologin Saba-Nur Cheema und der israelische Historiker Meron Mendel gehören zu den profiliertesten Stimmen im gesellschaftspolitischen Diskurs. In ihrem neuen gemeinsamen Buch »Die Empörungsfalle« (Kiepenheuer & Witsch) hinterfragen sie, wie eine demokratische Streitkultur gelingen kann, die Unterschiede nicht einebnet, sondern aushält.
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