Der diesjährige Tukan-Preis wird an Kerstin Specht für ihren Roman „Mittelberge“ (STROUX Edition) vergeben. Der mit 8.000 Euro dotierte Tukan-Preis zeichnet jährlich eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung aus. In die Auswahl kommen alle belletristischen Veröffentlichungen von Münchner Autorinnen und Autoren. Zur Diskussion standen in diesem Jahr insgesamt 64 Bücher. Die Vergabe hat der Kulturausschuss des Stadtrats auf Empfehlung einer Jury in seiner Sitzung jetzt beschlossen.
Auszug aus der Jurybegründung:
„So oft erörtert, die akademische Frage, was Literatur leisten kann, darf, soll oder muss. Ein Glück, dass es immer wieder Bücher gibt, nach deren Lektüre diese überflüssig scheint – wenn sie die im Schatten Stehenden ins Licht rücken, den Benachteiligten, von den Umständen wenig Begünstigten eine Sprache geben und so die Spielräume des zu Zeiten je Menschenmöglichen ausloten. Kerstin Specht ist dies in ‚Mittelberge‘ auf herausragende Weise gelungen.“
Die Preisverleihung findet am 30. November im Literaturhaus München statt. Weitere Infos zum Preis unter www.muenchen.de/tukanpreis.
Quelle: RathausUmschau 194/2026 vom 9.10.2026
