by LiSe | 4. Dez. 2023 | Blog, Kurzgeschichte
Von Krisha Kops
Entschuldigen Sie bitte, dass ich gerade so abwesend war. Wissen Sie, jedes Mal, wenn es Frühling wird, manchmal auch nur, wenn ich einen Blumenstrauß sehe, muss ich an Khushbu aus unserem Dorf denken. Bereits als Neugeborenes, so sagte man ihr nach, ging von ihr ein Duft aus, der das ganze Krankenhaus benebelte, eine Mischung aus Jasmin, Mango- und Ashokablumen, weißem und blauem Lotus, wie die Pfeile aus dem Köcher des Liebesgottes. Kranke vergaßen ihre Schmerzen, Sterbende den Tod und Ärzte wie Krankenpfleger die Behandlungen. Durch Khushbus Adern floss öliges Parfüm, jeder ihrer Herzschläge ein Destillieren der Düfte, ihr Atem Gott Gan.eśas liebster Hibiskus, ihr Schweiß aus Sandelholz, und wenn sie schlief, ummantelte sie der Geruch von Nachtjasmin. (mehr …)
by LiSe | 4. Dez. 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Wie immer zur Weihnachtszeit empfehlen Redaktionsmitglieder der LiteraturSeiten München ihre Lieblingsbücher des Jahres. (mehr …)
by LiSe | 23. Nov. 2023 | Blog, Vermischtes
Mit dem diesjährigen Geschwister-Scholl-Preis wird der belgische Schriftsteller und Historiker David Van Reybrouck für sein Buch „Revolusi. Indonesien und die Entstehung der modernen Welt“ ausgezeichnet. (mehr …)
by LiSe | 27. Okt. 2023 | Blog, Titelgeschichte
Literatur als Verbindung zu Erbe und Hinterlassenschaft
Von Ursula Sautmann
Ein verlässlicher Lichtblick im grauen Herbst: das Literaturfest München. Es ist das 14. seiner Art, beginnt am 15. November und endet am 3. Dezember. Das Angebot ist auch diesmal überbordend, ein Überblick mag als Wegweiser dienen. (mehr …)
by LiSe | 27. Okt. 2023 | Blog, Kolumne
Fast jeder hat etwas auf den Ohren. Sind wir unterwegs, dann sind es unsere Kopfhörer auch. Kopfhörer schaffen unendlich viele voneinander isolierte Akustikräume, füllen die mit Musik, mit Worten, die absolut nichts mit der Geräuschewelt außerhalb zu tun haben. Ein kleines Accessoire, links und rechts an uns angebracht, gibt zu verstehen: „Also, ich höre gerade nichts. Also, hören tu ich schon was, aber eben nur das, was aus den Stöpseln kommt.“ Was genau das ist, bleibt ein Geheimnis, und so hat jeder sein Geheimnis. Außer …, die Kopfhörer sind Schrott. Schrottkopfhörer lassen mithören: blecherne Bass-Rhythmen, die wirklich sehr, sehr basic klingen. (mehr …)
by LiSe | 27. Okt. 2023 | Blog, Vermischtes
Graphic-Novel-Zeichner Dominik Wendland berührt mit seinen Illustrationen
Von Markus Czeslik
Dominik Wendland öffnet die Tür zu seinem Atelier im Glockenbachviertel: ein riesiger Raum mit hohen Decken, Zeichnungen an den kargen Wänden, die Einrichtung schlicht gehalten – der Fokus liegt ganz auf der Kunst. Auf ausgezeichneter Kunst. Dominik hat einige in der Comic-Szene renommierte Preise erhalten, bei denen das Who is who der Graphic-Novel-Szene nominiert war, was ihn heute noch stolz macht: für seine Technologievision „EGOn“ den Award der German Comic Con für Beste Science Fiction im Jahr 2019 und für „Tüti“ den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur im Jahr zuvor. (mehr …)
by LiSe | 27. Okt. 2023 | Blog, Vermischtes
Instant-Erzähl-Projekt von Katharina Ritter und Claus Strigel
Den ganzen Grimm für das 21. Jahrhundert aufbereiten, jedes der Märchen in Instant-Version erzählen. Das Projekt follow me on insta4grimm von Katharina Ritter und Claus Strigel versteht sich als Service für Stoff-Scouts, Studierende, für Märchen-Nerds und all diejenigen, die Geschichten lieben. Seit Januar 2023 werden sukzessive alle 200 Märchen der Brüder Grimm der Reihe nach in Bild und Ton erzählt und auf Instagram und YouTube hochgeladen. Viele spannende Erzähl-Gäste tragen ihre Versionen und Sprachen bei. Jeder Clip bekommt ein Startbild, das von einer KI generiert wird. (mehr …)
by LiSe | 27. Okt. 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat November diese Neuerscheinungen:
Hilde Rød-Larsen: Diamantnächte
park x ullstein
Agnete hat die Kontrolle. Sie hat einen guten Job, ihr Körper tut, was man ihm sagt. Sie ist zum zweiten Mal verheiratet und hat eine Tochter, die bald erwachsen sein wird. Doch dann fallen Agnete die Haare aus. Eines Herbstmorgens fährt ihr Mann ins Ausland und kommt erst an Weihnachten zurück. Agnete findet die Ruhe, um nach Worten für das zu suchen, was ihr Körper ihr schon seit einiger Zeit zu sagen versucht. – „Ein intensiver, sanfter wie unerschrocken ehrlicher Roman, der mich nicht mehr loslässt […]“ (Maria-Christina Piwowarski) (mehr …)