Die Geschwister Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft Lada in Berlin mit einer Sanierung, die ihr Wohnhaus unbewohnbar macht. Auch versteht sie nicht, warum ihr Bruder nach dem russischen Angriff auf die Ukraine in Moskau geblieben ist. Doch Konstantin steckt bis zum Hals in Schwierigkeiten, an denen sein Patenonkel nicht unschuldig ist, ein Oligarch mit transhumanistischen Ambitionen, der auch Lada in Bedrängnis bringt. Sprach- und bildgewaltig erzählt Gordeev eine Familiengeschichte zwischen Moskau, Berlin und Kyjiw und über eine Welt, die aus den Fugen geraten ist.
Valeria Gordeev wurde 1986 in Tübingen geboren. Sie arbeitet als Autorin und Illustratorin. Für ihre schriftstellerische Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. 2023 gewann sie mit dem Kurztext „Er putzt“ den Ingeborg-Bachmann-Preis. „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ ist ihr Debütroman (erschienen bei S. Fischer). Er wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2026 ausgezeichnet und steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026.
Eintritt 7/9 Euro
Karten unter 089 38189530 oder unter www.tukan-kreis.de
