Wann

22.09.2026    
19:00 - 20:30

Veranstaltungstyp

In Brechts „Mann ist Mann“ aus dem Jahr 1926 wird erprobt, ob man Menschen mitsamt ihrer Einstellungen beliebig formen kann. Der Arbeiter Galy Gay wird binnen einer Woche in eine gefühllose Kampfmaschine der britischen Kolonialarmee „ummontiert“. Keine zehn Jahre später geschah genau das im nationalsozialistischen Deutschland mit einer ganzen Gesellschaft. Im Zuge der Eskalation des Rechtspopulismus zum Rechtsradikalismus und schließlich zu einem neuen Faschismus vollzieht sich vor unseren Augen etwas ganz Ähnliches. Robert Misik erklärt diesen brandgefährlichen Mechanismus fundiert anhand sozialpsychologischer Einsichten.

Robert Misik
ist Journalist und politischer Schriftsteller. Im Jahr 2018 erhielt er den Preis der Keynes-Gesellschaft für Wirtschaftspublizistik, 2019 dann den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch des Jahres.

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