by LiSe | 9. Juni 2026 | Blog, Titelgeschichte
In Ben Lerners Buch wandelt ein Alexander Kluge durch den Text, bis er verschwindet.
Von Katrin Diehl
Der Band ist schmal. Rund 150 Seiten sind es. Sein Titel: „Transkription“. Neu erschienen, stammt er von dem gefeierten US-amerikanischen Autor Ben Lerner, und er hat es in sich. (mehr …)
by LiSe | 9. Juni 2026 | Blog, Kolumne
„ich wär’ so gerne Millionär. Dann wär’ mein Konto niemals leer …“,
… haben schon 1991 Die Prinzen gesungen. Da gab es Günther Jauch noch nicht, der in schöner Regelmäßigkeit Otto Normalwisser dazu einlädt, in seiner Show genau diese Million einzuspielen. Spezielles Allgemeinwissen wäre neben einem kompetenten Telefonjoker und etwas Glück eine notwendige Voraussetzung. Eine andere Option, mit deutlich mehr Wartezeit verbunden, ist der Gewinn des Literaturnobelpreises. Denn die 11 Millionen Schwedischer Kronen, die das noble Komitee spendiert, entsprechen rund 1 Million Euro. (mehr …)
by LiSe | 9. Juni 2026 | Blog, Lyrische Kostprobe
Der Münchner Autor Herbert Klocke hat für seinen Vater Hans einen Band mit Geschichten und Gedichte aus dessen Nachlass veröffentlicht. (mehr …)
by LiSe | 9. Juni 2026 | Blog, Vermischtes
Wenn Bären nicht schlafen können
Von Michael Berwanger
ich war wieder einmal in Leipzig. Ich bin gern in Leipzig. Die Stadt ist nicht so totsaniert wie die meisten Städte im Westen unserer Republik. Es gibt noch Freiräume für Gestaltung und – zumindest zum Teil – eine Wohnraumpolitik, die der Idee einer Selbstverwaltung sehr nahekommt. Die Stadtgesellschaft ist bunt: Bürgertum trifft auf Arbeiterproletariat trifft auf Queere Community. Der Anteil rechtsnationaler Kreise ist für Sachsen vergleichsweise überschaubar, der Zuzug allerdings massiv. Leider wird in ein paar Jahren die Gentrifizierung auch in dieser Stadt die (Miet-)Preise in die Höhe getrieben haben. Noch aber gibt es verwuschelte Stadtteile mit angenehm unprätentiösem Alltagsleben. (mehr …)
by LiSe | 9. Juni 2026 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für Juni diese Neuerscheinungen:
Felicitas Fuchs: Rosen im Asphalt
Penguin
zwei starke Frauen und eine Freundschaft, die alle Widerstände überdauert: Linda wird 1956 in einem Hamburger Krankenhaus geboren und von ihrer Mutter zurückgelassen. Sie wächst bei ihren Großeltern und in Heimen in Armut auf, bis sie ein förderndes Zuhause findet. Im selben Jahr kommt Irmi in Köln zur Welt. Ihre wohlhabende Familie ist von der Krankheit der Mutter betroffen, und sie wird vorübergehend ins Ausland geschickt. Sechs Jahre später, als der Vater sie zurückholt, fühlt sich Irmi in ihrer eigenen Familie fremd. Trotz ihrer gegensätzlichen Hintergründe werden die beiden unzertrennlich. Ihre Freundschaft trägt sie durch fünf Jahrzehnte voller Verluste und Hoffnungen. (mehr …)
by LiSe | 9. Juni 2026 | Blog, Kurzgeschichte
Von Stefania Kuszlik
die stadt der Wörter, die uns Besuchern nur einen intuitiven Zugang gewährt, speist sich aus den Wortfeldern, die sich vor den Toren der Stadt befinden. Die in den vier Himmelsrichtungen liegenden Felder unterliegen dem Ministerium für Editionen. (mehr …)
by LiSe | 9. Juni 2026 | Blog, Vermischtes
Eine Buchpremiere der besonderen Art
Der katalog der kataloge ist ein Doppelband mit spielerischer Anordnung der Dinge und poetischem Zugriff auf die Welt. Der Autor und Verleger Tristan Marquardt und der Zeichner Andreas Töpfer legen damit ein Projekt vor, das in mehr als einem Jahrzehnt gewachsen war: etwa 40 „Kataloge“ mit poetischen Definitionen zu Erscheinungsformen diverser Phänomene wie Schatten, Tunneln, Griff, Freundschaft, Angst – aber auch mit im Alltag kaum gebräuchlichen Wörtern. Töpfers Zeichnungen entwickeln dazu Eigendynamiken und Fortspinnungen von Marquardts sprachlichem Ansatz im visuellen Medium. (mehr …)
by LiSe | 9. Juni 2026 | Blog, Vermischtes
Volha Hapeyevas Suche nach einem Halt in/an Wörtern
Von Ursula Sautmann
in „wörterbuch einer Nomadin“ nimmt Volha Hapeyeva uns mit auf eine Reise ohne Zielort, Ankunft, Ende. Die belarusische (in ihrer Schreibweise) Autorin hat viele Länder bereist: Kirgisien und Dagestan, Ukraine und Irland, Japan, England und Österreich. Und sie hat sich in viele Sprachen eingearbeitet, versenkt, und dabei Sprachmuster und Wortschöpfungen gefunden, die erstaunen, begeistern und die Fantasie beflügeln. Es sind die ganz „kleinen“ Beobachtungen, die bezaubern. Gleich zu Anfang seziert Volha Hapeyeva das Wort „Nebel“ im Japanischen, im Belarusischen, im Deutschen und stellt fest: „Je weiter man nach Osten kommt, desto nebliger wird es.“ Wir sind angefixt, tauchen mit der Autorin in die Tiefen der Sprachen und suchen Halt. (mehr …)