Wann

21.10.2026    
19:00 - 21:00

Wo

Seidlvilla
Nikolaiplatz 1b, München, 80802

Veranstaltungstyp

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Frauenrechte sind keine kulturelle Frage, sondern universelle Menschenrechte. Zwischen Machtpolitik und Menschenrechten.

Grußwort: Dr. Stephan Dünnwald

Moderation: Dr. Corina Toledo, FKP e.V.

Referentinnen:  Mahbuba Maqsood / Laya Rahmany / Nabila Lalee

Afghanistan ist kein Einzelfall. Weltweit kämpfen Frauen um ihr Land, ihre Körper, ihre Kinder und ihre Rechte. Sie werden kriminalisiert, vertrieben oder ermordet, weil sie sich gegen Gewalt, gegen Landraub, gegen Umweltzerstörung oder gegen ein Wirtschaftssystem stellen, das Profite über Leben stellt und Macht in den Händen weniger konzentriert – meist in den Händen von Männern.

Mit der gesetzlichen Verankerung von Gewalt hat das Taliban-Regime eine neue Eskalationsstufe erreicht. Ein Strafgesetzbuch, das Frauen weiter entrechtet und männliche Gewalt institutionell absichert. Körperliche Bestrafung durch Ehemänner wird legitimiert, die Bewegungsfreiheit von Frauen eingeschränkt und ihre gesellschaftliche und rechtliche Stellung weiter beschnitten. Gewalt ist damit nicht mehr nur Realität – sie wird zum Gesetz.
Und doch dürfen wir Frauen nicht allein als Opfer dieser Verhältnisse betrachten. Diese Veranstaltung will genau diese Perspektive bewusst erweitern. Sie will nicht bei der Beschreibung von Unterdrückung, Gewalt und existenzieller Bedrohung stehen bleiben, sondern den Kampfgeist, die Widerstandskraft und die Hand-lungsmacht von Frauen sichtbar machen. Frauen, die trotz lebensgefährlicher Bedingungen weiterlernen, lehren, arbeiten, organisieren, protestieren, dokumentieren und für ihre Kinder und ihre Zukunft kämpfen. Frauen, die sich Räume schaffen, wo ihnen Räume genommen werden.

Diese Veranstaltung soll deshalb nicht bei der Ohnmacht enden. Sie soll den Widerstand sichtbar machen, Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und Wege aus der Gewalt suchen.

Denn Frauenrechte sind keine Frage der Kultur. Sie sind universelle Menschenrechte.

Eintritt frei