[LiSe 09/25] Au-Haidhausen Kulturtage

Von 19. bis 28. September 2025 finden in München-Au und Haidhausen die Kulturtage statt.

Am Weißenburger- und Bordeauxplatz, im Locus, in der Galerie arToxin, im Theater HochX und vielen anderen Spielstätten gibt es kostenlose Konzerte, Tanzveranstaltungen, Theaterführungen, Performances und Lesungen von lokalen Künstler*innen und Akteur*innen. Mit dabei ist selbstverständlich auch das Münchner Literaturbüro mit zwei literarischen Veranstaltungen: Am Sonntag, dem 21. September um 18 Uhr lesen 3 Münchener Autor*innen „Haidhauser Gschichtn“. Am Freitag, dem 26. September um 19:30 Uhr steht der Abend unter dem Motto „Viertelblues“. Interessierte Autor*innen sind eingeladen, eigene, von Münchner Stadtvierteln inspirierte Texte zu lesen.  Sk

Ausschreibung: Dein München. Deine Story. Schreib mit!

München ist mehr als eine Stadt – es ist ein Kaleidoskop aus Gegensätzen, Stimmungen und Anekdoten. Die Münchner Schreiberlinge e.V. suchen daher Kurzgeschichten für eine Anthologie, die das Herz und die Besonderheiten unserer bayerischen Metropole einfangen und die unterschiedlichsten Facetten der Stadt zum Leuchten bringen. (mehr …)

[LiSe 07/25] Eine aparte Erscheinung: Susan Sontag – Die neue Ausstellung im Literaturhaus München

Von Ursula Sautmann

Hier, im Erdgeschoss des Literaturhauses, geht es um eine Intellektuelle mit Ausstrahlung, da lässt der Eingang keine Zweifel zu. Wer „Everything matters“ in der Galerie (direkt neben Kaffee und Kuchen in der Brasserie) betritt, ist sofort gefesselt von der Eigenwilligkeit, mit der diese Frau in die Kamera schaut. Distanziert und doch ganz nah, spröde und sexy zugleich – diese Wirkung ist nicht jeder gegeben. Die Bilder in der Ausstellung, sie sind der Einstieg in eine Welt ohne Grenzen, zumindest thematisch. Da geht es um Literatur und Film, um Museum und Theater, um Essays und Romane, um Krieg und Krankheit, kurz: um Kultur und Gesellschaft. (mehr …)

[LiSe 07/25] Kolumne: Nächstes Mal mehr über den Ofen

Machen und können machen und können alles. Das klingt nach Alleinherrschaft, auch ein bisschen nach Monokultur. Könnte auch ein wütendes Aufbäumen dahinterstecken. Gegen die penetrante Rotstiftmanie der auf Linie gebrachten Deutschlehrer*innen, die den schönsten Blattrand versauen. „Macht den Hilfs- und Modalverben!“, oder so. Die können ja schließlich auch nichts dafür, dass sie so geboren sind, und eigentlich sind die ja sowieso die Mächtigsten, weil ohne sie rein gar nichts geht.

Vielleicht geht’s aber auch gezielt gegen den schlechten Ruf von Wortwiederholungen. Denen lässt sich nämlich durchaus etwas Ästhetisches abgewinnen. Könnte, könnte, könnte. Guckt nur mal genau hin. (mehr …)

[LiSe 07/25] Lyrische Kostprobe: Keine eindeutige Botschaft

Alke Stachler, geboren 1984, tätig u. a. als Autorin und Lektorin, stu-dierte Englische und Neuere Deutsche Literaturwissenschaften sowie Sprachwissenschaften in Augsburg und Swansea/Wales.

Zum ihrer Schreibtätigkeit sagt sie: „Was mich zum Gedichteschreiben bewegt, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich habe in der Lyrik einfach meine Sprache gefunden oder sie mich, obwohl ich zugeben muss, dass ich momentan an einem Roman arbeite. Aber auch dieses Romanprojekt ist sehr geformt von meiner Art, Gedichte zu schreiben.“ Das Besondere an lyrischer Sprache sei, so Stachler, dass sie keine eindeutige „Botschaft“ habe, keinen festgelegten Inhalt, sondern in der Schwebe bleibe und der Wahrnehmung Türen öffnen könne. (mehr …)