Wann

17.06.2026    
18:15 - 19:15

Wo

Historicum
Schellingstr. 12, München, Bayern, 80799

Veranstaltungstyp

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Vortrag in jiddischer Sprache

Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l

» אַלע פֿאַר ביכער «

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren.

Nathan Cohen ist außerordentlicher Professor am Rena Costa Center for Yiddish Studies am Department of Literature of the Jewish People der Bar-Ilan-Universität. Seit 1998 ist er Mitherausgeber der halbjährlich erscheinenden Zeitschrift »Yad Vashem Studies«. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die Kulturgeschichte der Juden in Osteuropa im 19. und 20. Jahrhundert, Buchgeschichte und Geschichte des Lesens auf Jiddisch, moderne jiddische Literatur, jüdisches Leben im Polen der Zwischenkriegszeit sowie jiddische Literatur und Kultur während der Schoah.

Zum leichteren Verständnis des Vortrags in Jiddisch wird ein Handout zur Verfügung gestellt.

Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer

Einführung: Daria Vakhrushova

Gestiftet zum Gedenken an Henrik und Edit Kuszner sel. A.

Eintritt frei. Anmeldung telefonisch unter (089) 2180 5570

Anmeldung für Livestream unter https://eveeno.com/202757770

Veranstalter: Lehrstuhl für Jüdische Geschichte & Kultur an der LMU und Kulturzentrum der Israelit. Kultusgemeinde München & Obb. mit freundlicher Unterstützung der Kuszner Stiftung

Veranstaltungsort: Historicum der LMU, Schellingstr. 12, Raum K001