by LiSe | 30. Nov. 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Wie immer zur Weihnachtszeit empfehlen Redaktionsmitglieder der LiteraturSeiten München ihre Lieblingsbücher des Jahres.
Fischerteppiche
Von Michael Berwanger
Eine fast vergessene Geschichte aus der Geschichte: Wegen eines mehrjährigen Fangverbots, das 1928 an der Ostsee in Kraft tritt, wird den Pommerschen Fischern das Teppichknüpfen beigebracht, damit sie sich ihre Existenzgrundlage sichern können. Ein österreichischer Tapisserist lehrt die Fischer, die geschickt sind im Netze Knüpfen, die wichtigsten persischen Teppichknoten. (mehr …)
by LiSe | 10. Nov. 2022 | Blog, Vermischtes
Horst-Bienek-Preis für Lyrik an Judith Herzberg
Horst-Bienek-Förderpreis für Lyrik an Ronya Othmann (mehr …)
by LiSe | 30. Okt. 2022 | Blog, Titelgeschichte
Zum Literaturfest München
Von Marie Türcke
Es ist nicht nur das erste Mal seit Beginn der Pandemie, dass diese beliebte Veranstaltung wieder in Präsenz und wie zuvor stattfinden kann, es sind auch – nach wie vor – herausfordernde Zeiten für Europa und die Welt. Doch das 13. Literaturfest München, unter der Leitung von Tanja Graf, findet nicht nur trotz alle dem statt, nein es will ein Zeichen setzen, dass Literatur auch gerade jetzt ein Leitstern sein kann, und ein Hoffnungsschimmer. (mehr …)
by LiSe | 30. Okt. 2022 | Blog, Kolumne
Barbara A. aus Giesing liebt Kammerkonzerte. Und Lesungen unbekannter Autor*innen. Ihr Mann mag beides nicht. In früheren Jahren begleitete er sie um des häuslichen Friedens willen, das ist Jahrzehnte her. Barbara A. kann sich nicht erinnern, wann sie ihren Mann zuletzt zu einer Kulturveranstaltung bewegen konnte, und sei das Programm noch so leicht verdaulich gewesen. (mehr …)
by LiSe | 30. Okt. 2022 | Vermischtes
Natascha Berglehner über missbräuchliche Beziehungen
Von Ursula Sautmann
„In Gedanken setzte ich ihn an den Badewannenrad. … Ich küsste ihm die Wange. Er reagierte nicht. Denn er sah mich nicht. Ich verschwand.“ Wenn Adèle, die Ich-Erzählerin aus „Im Zimmer ist Winter“ von Natascha Berglehner, dem Schwimmlehrer neun Jahre nach einer intensiven Beziehung durch die Straßen der Stadt folgt, sucht sie verzweifelt nach Halt, Inhalt, Sinn. „Je länger ich den Schwimmlehrer beobachtete, ihm folgte, desto mehr verschwand ich, um seinem Leben Platz zu machen. Zumindest blieb ich meinem Leben fern …. Und ich füllte mit seinem Leben meine Leere, statt Mutters Puppen zu streicheln … Die Gefühle der Vergangenheit, sie durften nicht vergangen sein.“ (mehr …)
by LiSe | 30. Okt. 2022 | Blog, Lyrische Kostprobe
Klang ist ein Magazin, das mit Sprache spielt und arbeitet. Es ist ein studentisches Magazin, das Einreichungen in jeder Sprache annimmt. Alle Formen sind willkommen: von originalen Gedichten und Übersetzungen bis hin zu Kurzgeschichten und Bulletins. Was alle Beiträge eint, ist die Frage nach der Sprache: Können manche Gefühle nur in einer Sprache ausgedrückt werden? Was geht durch die Übersetzung verloren? Was wird durch sie gewonnen? (mehr …)
by LiSe | 30. Okt. 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfeh-len für den Monat November diese Neuerscheinungen:
Sorj Chalandon: Verräterkind
dtv
Dein Vater stand auf der falschen Seite.“ – Seit seiner Kindheit quält den Erzähler eine Frage: Was hat der Vater während der Besatzungszeit gemacht? Doch er traut sich nie, ihn zu fragen. Im Mai 1987, als in Lyon der Prozess gegen den NS-Verbrecher Klaus Barbie eröffnet wird, berichtet der Sohn als Journalist einer großen französischen Tageszeitung. Und erfährt am selben Tag, dass die Gerichtsakte seines Vaters im Archiv schlummert. Und so ist es nicht ein Prozess, der gerade begonnen hat, es sind zwei. – Basiert auf Chalandons persönlicher Erfahrung als junger Reporter im Prozess um NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie. (mehr …)
by LiSe | 30. Okt. 2022 | Blog, Kurzgeschichte
Von Christoph von Nostitz
Neun Jahre bin ich jünger als sie. Das ist bis heute so. Bei unserer ersten Begegnung war sie dreißig, ich einundzwanzig. Damals hatte sie allerdings die These vertreten, ich sei vier Jahre älter als ich. Sie hatte erklärt, das Leben erst zu spüren, seit sie vor dreizehn Jahren der Enge des Alpentals, in dem sie aufgewachsen war, entkommen sei. Daher sei sie eben erst siebzehn, statt dreißig, und ich somit vier Jahre älter als sie. (mehr …)