by LiSe | 29. Apr. 2021 | Blog, Kolumne
So eine Entschuldigung aus dem Munde der machtbewussten Kanzlerin wirft den von der Seuche geplagten, schwer genervten Literaturfreak nicht gleich aus der Bahn! Er wartet auf ersten oder zweiten Impftermin und greift, so lesen wir, verstärkt zum Haustier. Allein 17,5 Millionen Katzen umschnurren derzeit die Deutschen: weit mehr, als vor der Pandemie. Dazu kommen 10,7 Mio Hunde und ein Heer von Kaninchen und Meerschweinen – zoologische Fachverbände verbürgen sich für diese Zahlen. Lesen und streicheln – keine schlechte Überlebensstrategie. Es braucht aber auch aktuellen, mythischen Stoff! (mehr …)
by LiSe | 29. Apr. 2021 | Blog, Lyrische Kostprobe
Siegfried Völlger, geboren 1955 im Bayerischen Wald, lebt in Augsburg. Er arbeitete u. a. als Buchhändler.
Einmal soll er gesagt haben: „Die Welt ist ein so sonderbarer Ort – ich beschreibe nur.“ Dieses für ihn vielleicht typische Understatement unterschlägt, welch hohes Erkenntnispotential in einer gelungenen Beschreibung liegt. Zudem versteht es Völlger, immer wieder Fallstricke freundlichen Humors und zarter Ironie auszulegen, damit es nicht allzu unspektakulär aussieht, wenn er mit offenen Armen durch die Welt läuft und geduldig, gelassen, hoffnungsvoll die Menschen und Dinge zu einer höflichen Begegnung aufruft. RED (mehr …)
by LiSe | 29. Apr. 2021 | Blog, Vermischtes
Anlässlich des Erinnerungsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ rückt die Monacensia in einem digitalen Dossier „jüdische Schriftstellerinnen in München“ ins Bild
Von Katrin Diehl
Die Sache ist nicht ganz so einfach zu fassen. Aber vielleicht beginnt ja da schon das Umdenken. Warum muss immer alles perfekt portioniert, eingegrenzt und überschaubar sein, damit sich gut damit umgehen lässt? Warum nicht von Anfang an viel mehr Offenheit zulassen, wo Entgrenzungen, unscharfe oder ausfransende Ränder, Übergänge zum Nächsten unserer Lebenswirklichkeit viel näher kommen? Alles hängt irgendwie mit allem zusammen, das Wissen ist weit verteilt und Fokussierung trotz alledem möglich. (mehr …)
by LiSe | 29. Apr. 2021 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Mai diese Neuerscheinungen:
Julia Deck: Privateigentum
Verlag Klaus Wagenbach
Weil die Balkonpflanzen zu wenig Platz haben, beschließen Charles und Eva eine neue Immobilie zu erwerben in einem ökologischen Neubauviertel in einem Vorort von Paris mit Solarzellen, Biogasanlage, Gemeinschaftskompost und buchsbaum-umgrenztem Garten. (mehr …)
by LiSe | 29. Apr. 2021 | Blog, Kurzgeschichte
Von Annette Katharina Müller
Irgendetwas schien sich geregt zu haben. Nur was? Ich blinzelte, öffnete die Augen und sah direkt in die grelle Sonne. Langsam setzte ich mich auf. Meine Freundin, die direkt neben mir auf ihrem Handtuch lag, atmete ruhig und gleichmäßig. Aber irgendetwas regte sich noch immer. Es war August und sehr heiß. Ein brütende Hitze, die uns sofort wieder umschlungen hatte, als wir vorhin aus dem Meer kamen. (mehr …)
by LiSe | 29. Apr. 2021 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Das „Literaturportal Bayern“ bietet eine Tour d’Horizon der Bayerischen Literatur. Dieses Mal ganz „analog“.
Von Katrin Diehl
So herum geht es natürlich auch: dass Texte einer digitalen Plattform in einem Buch zusammenfinden. Gefühlt werden sie dadurch sichtbarer, erreichen vielleicht noch einmal ein anderes Publikum. Jedenfalls fährt man auf diese Art und Weise zweigleisig. Veränderungen müssen dabei – von einem zum anderen Medium – in irgendeiner Form vorgenommen werden. Denn selbstverständlich stehen hinter einem Buch eigene Gesetzmäßigkeiten, bestimmt durch die spezifischen Lesegewohnheiten der Rezipienten. Und dann gibt es da auch noch den Kostenfaktor. Eine Textauswahl muss also getroffen werden (weil: digital ist ja sozusagen endlos Platz), Textlängen müssen bestimmt, an einem Layout darf gebastelt werden. Der Band „Das Blaue vom Himmel“ macht was her. (mehr …)
by LiSe | 29. Apr. 2021 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Das abenteuerliche Leben des Ernst Papanek
Von Katrina Behrend Lesch
Auf Wiedersehen, Kinder“, sagt Pater Jean zu seinen Schülern, als er von der Gestapo abgeführt wird. Eine Schlüsselszene aus Louis Malles Film von 1987, in dem der Regisseur seine Kindheitserlebnisse in einem französischen Internat während der deutschen Besatzung verarbeitet. Das jähe und schmerzvolle Ende, das seine Freundschaft mit einem jüdischen Jungen durch dessen Abtransport fand, beschäftigte ihn sein Leben lang. Bewusst hat Lilly Maier diese Worte als Titel für ihre Biografie über Ernst Papanek gewählt, denn auch er musste immer wieder Abschied von „seinen“ Kindern nehmen, zuerst in Wien, dann in Frankreich und auch in Amerika, blieb ihm das nicht erspart. Wer war dieser Mann, den die Autorin eine völlig zu Unrecht vergessene „Ikone der österreichischen, ja der internationalen Pädagogik“ nennt? (mehr …)
by LiSe | 29. Apr. 2021 | Blog, Vermischtes
Digitale Bücherstände und Mitmach-Angebote
Nicht schon wieder“ mögen Kinder und ihre betreuenden Erwachsenen denken, wenn sie lesen, dass auch in diesem Jahr die Bücherschau in weiten Teilen digital stattfindet. Doch die Veranstalter – die bayerische Sektion des Börsenvereins und das Münchner Kulturreferat – setzen beileibe nicht allein auf Vorlesevideos, die übrigens in vielen Sprachen zur Verfügung stehen. Spannend wird es, wenn Musik, Abenteuerspiele, Yoga und Backtipps für den Muttertag hinzukommen. (mehr …)