by LiSe | 26. Feb. 2021 | Blog, Vermischtes
Erinnerungen an Ursula Haeusgen. Ein Gespräch mit Holger Pils, Geschäftsführer des Lyrik Kabinetts
Von Michael Berwanger
Wochen nach dem Tod von Ursula Haeusgen sind die Mitarbeiter*innen des Lyrik Kabinetts immer noch erschüttert. Bis zuletzt war die Gründerin und Mäzenin im Vorstand tätig und für alle eine Ansprechpartnerin. Die Stiftung, die sie ins Leben gerufen hat, ist geprägt von der Kraft ihrer Gründerin und lässt den Geist, in dem sie erschaffen worden ist, spüren. (mehr …)
by LiSe | 26. Feb. 2021 | Blog, Kurzgeschichte
Von Fabian Widerna
Genieße die Aussichtslosigkeit. Ein Zimmer ohne Fenster und Türen ist ’ne dumme Sache. Nicht bloß, weil man sich kaum, oder auch nur mit den üblichen Mitteln erklär’n kann, dort hingelangt zu sein, ohne im unverputzten Mauerwerk, weder im Boden noch an der Decke (dank Stehleiter) auch nur den Hauch einer Ritze des Hinweises auf das Vorhandensein von Öffnungen zu finden, die von den Auftraggebern gegebener Internierung genutzt worden hätten sein können, den Auftraggeber dieser Erklärung mangels Erklärung dort hinein befördert jedes Fünkchens sonstiger Anhänglichkeit der Hoffnung auf Freiheit an ihren Träger zu berauben, wenn keine Büchse bleibt, deren Grund sie bis zum Ende noch enthielte – unter Paarung des Paradoxons seiner Anwesenheit mit der Unwahrscheinlichkeit der Situation, die sich weigert, sich traum- oder auch nur alptraumhaft (aber oder wie auch immer) zu gerieren, ataraktisch, im Grunde. (mehr …)
by LiSe | 26. Feb. 2021 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Von Ursula Sautmann
Tiere, Artisten und Clowns, das sind die drei Säulen, auf denen Circus Krone, ein Unternehmen der Unterhaltungsbranche, seit Jahrzehnten ruht. Es beginnt um 1850 mit Guckkastenbildern in einer Schaubude, Schießbude und Zauberkunststücken bei den Vorfahren der Familie Krone, Carl Krone sen. und Friederike Philadelphia aus Pennsylvania. Auch der folgenden „Afrikanischen Negerschau“ ist wenig Erfolg beschieden, man baut eine Wandermenagerie auf mit zwei Bären und zwei Wölfen. Neue Tiere kommen hinzu, Hyäne, Affen, Lama und ein blinder Löwe, und schließlich, 1886, ein Elefant. Die Expansion des Familienunternehmens geht zügig weiter, Stationen sind ein Zelt mit 4.000 Sitzplätzen 1909, die Geburt des Namens Circus Krone 1914, die Eröffnung des ersten Festbaus in München 1919 und des dritten 1962. Erst mit dem Festbau beginnt also die Münchner Geschichte. (mehr …)
by LiSe | 26. Feb. 2021 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Alles über Leonhard Frank
Von Katrin Diehl
Das ist nicht einfach nur eine Biografie über Leonhard Frank. Es ist die Biografie. Was natürlich auch daran liegt, dass es bisher über den Schriftsteller noch nichts in dieser Richtung gab. Nach „Rebell im Maßanzug“, verfasst von der Germanistin und Journalistin Katharina Rudolph, scheint das jetzt auch nicht mehr nötig zu sein. Ist man mit den 500 Seiten durch, fällt einem nichts Unerwähntes mehr ein. Das hat schon fast etwas Unheimliches, auch wenn man an die Recherchearbeit denkt, die sich hinter diesem „Werk“, Weiterführung einer Dissertation, verbirgt. Hier wurde ein Leben rekonstruiert. (mehr …)
by LiSe | 1. Feb. 2021 | Blog, Titelgeschichte
Der Autor, Regisseur und Theatermann Emre Akal
Von Katrin Diehl
Für Emre Akal war 2020 ein gutes Jahr. Zwei Preise hat er entgegennehmen dürfen. Im Sommer den „Förderpreis für Theater der Stadt München“, eine Auszeichnung, die vor allem Akals Arbeit als Regisseur galt und die auf städtisches Interesse an einer innovativen, klugen wie Grenzen sprengenden „Freien Szene“ schließen und hoffen lässt. Dann – Ende des Jahres – kam noch der „exil-DramatikerInnenpreis 2020“ hinzu, vergeben von den „WIENER WORTSTAETTEN“, dem „Schauspiel Leipzig“ und der Wiener „edition exil“, und der ehrte den „Stückeschreiber“ Emre Akal, prämierte dessen Stück mit dem verführerischen Titel „Hotel Pink Lulu – Die Ersatzwelt“. (mehr …)
by LiSe | 1. Feb. 2021 | Blog, Kolumne
Speranza hieß (zufällig?) der zuständige Gesundheitsminister, als dort, im Land der glühenden Orangen, vor gut 12 Monaten „Corona“ ausbrach und der harte Lockdown beschlossen wurde. Speranza, hier in München, der nördlichsten Stadt Italiens, braucht man das nicht zu übersetzen, klarer Fall.
Aber mit Namen ist das ja so eine Sache. Die Menschheit teilt sich, grob betrachtet, in zwei Hälften. Die „Nomen est Omen“-Hälfte einerseits und andererseits die „Namen ist Schall und Rauch“-Sektion, wobei in düsteren Zeiten wie diesen das Ominöse dominiert! Die Menschen suchen nach „Zeichen“, nach „Be-deutung“ (Stichwort Kontingenz-Intoleranz), sie lechzen nach der magischen Kraft von Namen, wollen sich nicht abspeisen lassen mit trockenen wissenschaftlichen Erklärungen. Man hat genug von Statistiken und Begriffen wie Konfidenzintervall, Reproduktionszahl, Inzidenz! Selbst Autokonzerne vertrauen jetzt den Sternen. „Stellantis“ heißt der gerade neu geschmiedete Konzern aus Fiat, Chrysler, Opel und Peugeot. (Auguren flüstern allerdings schon jetzt, dass ihn der Name vor dem Untergang nicht retten wird.) (mehr …)
by LiSe | 1. Feb. 2021 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Zum neuen Roman von Hans Pleschinski
Von Stefanie Bürgers
Paul Heyse (1830 – 1914), dem ersten deutschen Literaturnobelpreisträger, hat München nur eine düstere, mittlerweile renovierungsbedürftige Unterführung gewidmet. Wie passend also, dass Paul Heyse in jungen Jahren zu seiner Berliner Zeit dem Poetenverein „Tunnel über der Spree“ angehörte. Dabei gäbe es in München durchaus eine Alternative für ein angemessenes Gedenken, denn Heyses ehemalige Münchner Villa, die ja noch existiert, steht nahe dem Lenbachhaus in der Luisenstraße. Im Garten dort, ein Götterbaum. Die Villa ist nach langem Rechtsstreit endgültig vor dem Abriss bewahrt. Endlich könnte eine Begegnungsstätte für kulturell interessierte Menschen zur Erinnerung an Paul Heyse entstehen, der den größten Teil seines Lebens in München verbracht hat. (mehr …)
by LiSe | 1. Feb. 2021 | Blog, Vermischtes
Die Landeshauptstadt München vergibt 2021 sieben Stipendien für Autor*innen und Übersetzer*innen in Höhe von jeweils € 6.000,-. Zusätzlich wird der Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Literatur vergeben (€ 3.000,-).
Mit den Literaturstipendien und dem Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Literatur sollen vielversprechende Projekte vorwiegend jüngerer Münchner Autor*innen gefördert werden. Für die Literaturstipendien besteht keine Altersbeschränkung, für den Leonhard und Ida Wolf-Gedächt-nispreis kommen nur Autor*innen unter 30 Jahren in Fragel. Das Stipendium für Übersetzer*innen fördert eine herausragende Leistung in der
Übertragung eines besonders anspruchsvollen Textes ins Deutsche.
Einsendeschluss: 15. März 2021
Rückfragen bitte an: Katrin Dirschwigl, katrin.dirschwigl@muenchen.de
Weitere Informationen unter: muenchen.de/kulturfoerderung