„Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“
Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“
Grußwort: Dr. h. c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern
Gespräch mit dem Autor Dr. Jan Mühlstein
Moderation: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom
Lesung: Armand Presser
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern und Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom
Anmeldung unter: karten@ikg-m.de oder telefonisch unter (089) 202 400 491
Eintritt: 10 €, ermäßigt 5 €, freier Eintritt für Studenten und Münchenpass-Inhaber
Die Erzählungen von Margarete und Robert Mühlstein, Überlebende von Theresienstadt und Auschwitz, waren für ihren Sohn Jan Mühlstein der Ausgangspunkt, die Geschichte seiner deutschsprachigen jüdischen Familie in Böhmen zu recherchieren. In seiner Familienchronik schildert er den Wandel der jüdischen Lebenswelten, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Shoah findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen.