[LiSe 02/26] Neue Serie: „Was liest du denn da?“ (Folge 1)

„Nimm deinen Schmerz und nutze ihn“

Ein neues Jahr, eine neue Serie. Mit wie vielen Folgen? Mal sehen. In „Was liest du denn da?“ stellen wir Buchtitel vor, die uns ganz zufällig und wachen Auges in U-Bahnen, in Cafés oder auf der Bank im Park begegnet sind, in den Händen von Menschen, die sich lesend die Zeit vertreiben bis zum nächsten Halt oder dem Ende der Mittagspause. Wir beginnen in den Öffis. (mehr …)

[LiSe 02/26] Empfehlungen: Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für Februar diese Neuerscheinungen:

Florentine Joop: Sommer im Heckenrosental
Edition Outbird

Heißer Brandenburger Sommer, düstere Teiche, auftauchende Erinnerungen, die nach warmem Sand, Linden und geschmolzenem Teer duften – zwei Heimaten. Florentine Joop erzählt von der Begegnung mit ihrer „Lausmädel“-Freundin hinter einem grünen Hoftor. Gemeinsam erleben sie Abenteuer, aus denen eine wilde Kindheit gestrickt wird. Zwischen ihnen liegt nur ein Jahr, eine Band, die ABBA heißt, eine Kopflänge und eine innerdeutsche Grenze. Florentine Joop nimmt ihre Leser*innen mit in ihre Vergangenheit und erzählt darüber, wie es war, zwei Heimaten zu haben, und über die Angst, beide zu verlieren. Einer jener Romane aus den Tagen vor, während und nach der Wende, von denen es immer noch zu wenige gibt. (mehr …)

[LiSe 02/26] Rezension: Ein Akt des Mutes

Roman Hallers Biografie zeigt das München der Nachkriegszeit

Von Stefanie Bürgers

Roman Haller wurde im Mai 1944 – versteckt in einem Bunker im damaligen Ostpolen – als Kind jüdischer Eltern geboren. Seine Geschichte kann er nur erzählen, weil damals zwei überaus couragierte Menschen die Eltern zusammen mit einer vom Massenmord bedrohten zehnköpfigen Gruppe heimlich aus dem jüdischen Ghetto in Tarnopol geschleust und in einem Versteck versorgt hatten. (mehr …)

[LiSe 01/26] Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für Januar diese Neuerscheinungen

Hayley Gelfuso: Das Buch der verlorenen Stunden
dtv

An einem schicksalhaften Abend ändert sich für Lisavet alles. Um ihr Leben zu retten, versteckt ihr Vater, ein bekannter Uhrmacher, sie in einer Bibliothek, die unabhängig von Raum und Zeit existiert, und in der alle menschlichen Erinnerungen in Büchern gespeichert sind. Nur wenige wissen von diesem Ort, und Zeithüter entscheiden darüber, welche Erinnerungen an die Vergangenheit konserviert oder unwiederbringlich gelöscht werden. Als ihr Vater nicht zurückkehrt, beginnt Lisavet, die Erinnerungen, die die Welt vergessen soll, in ihrem eigenen Buch zu sammeln. Bis sie auf den Zeithüter Ernest trifft. Was folgt, wird nicht nur die beiden, sondern auch den Lauf der Geschichte verändern. (mehr …)

[LiSe 01/26] Rezension: Im wilden Osten

Tiny Strickers Abschluss der Reihe über Hippies in den späten 1960er Jahren.
Von Michael Berwanger

Liest man „hippies“, denkt man automatisch an Blumenkinder in San Francisco, Aussteiger in den neolithischen Wohnhöhlen von Matala oder Sinnsuchende im Ashram. Dass die Aufbruchswelle der Achtundsechziger den gesamten fernöstlichen Raum betraf, wird im neuesten Memoire des Münchner Autors (geboren 1949 in Gundelfingen) deutlich. Angetrieben von einer Nachhallerinnerung während einer sommerlichen Alpenwanderung, schickt Stricker noch einmal sich und zwei Altersgenossen auf eine Reise von Karachi (Pakistan) über Colombo (Sri Lanka) nach Chittagong in Bangladesch. (mehr …)

[LiSe 12/25] Empfehlungen: Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für Dezember diese Neuerscheinungen:

Katie Yee: Maggie
park x ullstein

Mit ihrem Mann Sam und ihren zwei Kindern führt die Hauptfigur ein glückliches Leben in Brooklyn – bis Sam  ihr eines Abends in einem Restaurant eröffnet, dass er eine Affäre mit einer Frau namens Maggie hat. In den darauffolgenden Tagen spürt sie immer wieder ein Stechen in ihrer Brust, und die Diagnose bringt Gewissheit: Es ist nicht nur der Liebeskummer, sondern ein Tumor. Während sie durch Strahlentherapie und Scheidungsformalitäten navigiert und irgendwie versucht, mit alldem klarzukommen, beginnt sie, mit ihrem Tumor zu sprechen. Kurz entschlossen gibt sie ihm einen Namen: Maggie. Mit Feingefühl und Komik erzählt Katie Yee, wie man sich sein Leben zurückerobert. (mehr …)