Kulturhistorische Betrachtung zur Bedeutung der Haare

Wer kennt sie nicht, die dramatischen, teilweise sogar traumatischen Friseurbesuche. Plötzlich ist die geliebte Haarpracht weg oder die Farbe wirkt im Licht ganz anders. Wovon hängt es ab, dass die Kunden mal zufrieden, dann auch wieder höchst verstört in den Spiegel des Salons blicken? Die Arbeit von Friseuren beruht auf technisch-handwerklichem Fachwissen und speziellen Fertigkeiten – aber auch auf der Interaktion mit den Menschen. Schließlich ist das Haar keineswegs nur ein lebloses Objekt. Es ist vielmehr höchst eigenwillig, eigensinnig und widerspenstig.

Die Autoren Hans G. Bauer und Fritz Böhle, beide Soziologen, beleuchten wenig bekannte und überraschende Seiten eines alten Berufs, bieten eine kulturhistorische Betrachtung der Bedeutung der Haare und zeigen in Mythen und Ritualen, dass Haare in der gesamten Menschheitsgeschichte eine wichtige Rolle spielen.

Darüber hinaus enthält das Buch soziodemografische Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage des Handwerks.
red

Hans G. Bauer, Fritz Böhle:
Haarige Kunst
174 S., 20 Abb. in Farbe
Hardcover + eBook
Springer Nature, Cham (CH) 22,99 Euro