»Der Zauberberg« als Netflix-Serie? Triggerwarnung bei »Medea« oder, noch besser: moralische Entschärfung? Dürfen klassische Texte angepasst werden, um in unsere Gegenwart zu passen? Ein Panel über Fluch und Segen von Gemeinfreiheit.
Was wäre wenn… Gregor Samsa eines Morgens nicht als Ungeziefer, sondern als Schmetterling erwachte? Wenn Hans Castorp zusammen mit Madame Chauchat ins Tal gefahren wäre? Franz Kafka und Thomas Mann sind zwei berühmte Beispiele: Ihre Werke wurden kürzlich – 70 Jahre nach ihrem Tod – »gemeinfrei«. Ob klassische Prosa verfremdet und zu Serien verarbeitet, ob klassische Dramen ergänzt, erweitert und für ein heutiges Publikum textlich aufbereitet werden dürfen – darüber scheiden sich die Geister. Was ist zulässig – und was vielleicht sogar nötig? Insbesondere in Zeiten digitaler Verfügbarkeit ist Gemeinfreiheit nicht nur ein Thema von juristischer, sondern auch von politischer Virulenz.
Mit: Thomas Strässle, Präsident des Stiftungsrates der Max-Frisch-Stiftung, und Lukas Mezger, Medienrechtsanwalt
Moderation: Maiken Hagemeister von Wikimedia Deutschland
Anmeldung per Mail an monacensia.programm@muenchen.de
Kooperationspartner
Eine Veranstaltung im Rahmen des „LITERATURFEST MÜNCHEN 2026“
In Kooperation mit dem Literaturhaus München
Veranstaltungsort: Forum Atelier
Eintritt frei
