[LiSe 10/26] „Was liest du denn da?“ (Folge 8) Buchbegegnungen mit Politikern

Von Sevda Cakir

Bei der Gedenkveranstaltung zum 10. Jahrestag des Terroranschlags am Olympia Einkaufzentrums in München, bei dem ein 18-jähriger Rechtsradikaler acht junge Menschen und eine Familienmutter ermordet hat, erinnern Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause an die Toten – mit Büchern, die über die erzählen, die fehlen: Armela, Can, Dijamant, Guiliano, Hüseyin, Roberto, Sabine, Selçuk, Sevda. (mehr …)

[LiSe 10/26] Nachruf für Horst Oberbeil

Abschiede und Aufbrüche

Marcus Tullius Cicero war der Ansicht, dass „wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, es dir an nichts fehlen wird“. Für Horst Oberbeil, Autor, Mitstreiter und langjähriger Akteur im Münchner Literaturbüro sowie im Freien Deutschen Autorenverband, kann man den Garten gewiss streichen – ihm reichte die Bibliothek, die Welt der Bücher, der Literatur, des Geistes. (mehr …)

[LiSe 09/26] „Was liest du denn da?“ (Folge 7) – Traumata über Generationen hinweg

Von Markus Czeslik

Es ist einer dieser brüllend heißen Tage an einem über-füllten Badesee, wo sich alle Bewegung aufzulösen scheint und das Leben in einen seltsamen Schwebezustand gerät. Wo man hinblickt, drehen sich in der Gluthitze halbnackte Körper um die eigene Achse, werden Bäuche stolz vor sich hergetragen, schreien Kinder, die nass geworden sind oder unbedingt nass werden wollen. Es ist Hochsommer, Hochsaison, hoch wollen wir leben und in der Sonne braten. Bevor das Gehirn zermatscht und der Blick vollends trübe wird, sticht eine kleine Szene heraus. Da spielen zwei Kinder in aller Ruhe im Wasser nahe am Ufer, mit sich selbst beschäftigt. Nanu? Zu wem gehören denn diese Engel, die mit sich so im Reinen sind und in Seelenruhe Sand schaufeln? (mehr …)

Einladung zur Beteiligung an einem Anthologieprojekt

„Feuer, Wasser, Luft und Erde“
Bild-Text-Dialoge
Einladung zur Beteiligung an einem Anthologieprojekt

In der Antike entstand die Vorstellung, dass alles Sein aus einem Mischungsverhältnis der vier Grundelemente Feuer, Wasser, Luft und Erde bestehe. Und auch wenn dieses Modell in der Wissenschaft längst überholt ist, wird es zum Beispiel in der Bildenden Kunst immer wieder aufgegriffen. So auch von der Malerin und Zeichnerin Ulrike Schönfelder-Hellwig. „Dieses Modell bietet mir eine Möglichkeit, meine Auseinandersetzung mit Natur und Landschaft zu strukturieren“, erklärt sie. (mehr …)

Stadt zeichnet Friedrich Ani mit dem Literaturpreis 2026 aus

Der Schriftsteller Friedrich Ani wird mit dem Literaturpreis der Landeshauptstadt München 2026 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird, alternierend mit dem Publizistik- und Übersetzungspreis, alle drei Jahre für ein herausragendes literarisches Gesamtwerk vergeben. Ausgezeichnet werden Schriftsteller*innen, deren Werke in Stil und Gehalt hohe Qualität aufweisen und München als Literaturstadt Geltung und Ansehen verschaffen. Zur Verleihung am Dienstag, 14. Juli, sprechen Stadträtin Anne Hübner (SPD-Stadtratsfraktion) in Vertretung des Oberbürgermeisters und Kulturreferent Marek Wiechers. Die Laudatio hält der Literaturkritiker und Publizist Thomas Wörtche. Die Veranstaltung findet mit geladenen Gästen statt. (mehr …)