Wann

12.05.2026    
18:30 - 20:30

Wo

Tolstoi-Bibliothek
Aldringenstrasse 4, München, Bayern, 80639

Veranstaltungstyp

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Eingeladen sind junge Menschen, die sich für Literatur interessieren. Es wird über das Buch „Das Geschenk“ Autor: Vladimir Nabokov in russischer Sprache diskutiert.

Dieses Buch ist Vladimir Nabokovs letzter russischsprachiger Roman, oft als sein stilistisches Meisterwerk betrachtet. Es ist eine semi-autobiografische Erzählung über Fjodor Godunow-Tscherdynzew, einen jungen, verarmten russischen Dichter im Berliner Exil der 1920er Jahre. Der Roman verwebt Fjodors künstlerische Entwicklung, seine Liebe zu Sina und eine satirische Auseinandersetzung mit dem Literaturkritiker Tschernyschewski.

Das Werk entstand in Berlin, wurde aber aufgrund der politischen Lage teils in Paris (in der Zeitschrift Sovremennye zapiski) vorveröffentlicht.

Der Roman ist komplex und reflektiert die Gedankenwelt eines Schriftstellers, wobei Nabokovs Liebe zu Wortspielen und detailreichen Beschreibungen im Vordergrund steht.

Neben der Exilthematik ist der Roman eine Liebeserklärung an die russische Literaturtradition und gleichzeitig ein Abschied von ihr, da er die Enge der Emigrantenwelt beschreibt.

Viele Kritiker sehen in „Das Geschenk“ den Höhepunkt von Nabokovs russischem Schaffen, bevor er auf Englisch zu schreiben begann.

 

 

Das Tolstoi Hilfs- und Kulturwerk mit seiner Bibliothek und Sozialberatung unterstützt seit Jahrzehnten russischsprachige Zuwanderer und Geflüchtete jeder Nationalität und Konfession.

Die Tolstoi-Bibliothek bietet neben den fast 60.000 Büchern in russischer Sprache ein kulturelles Veranstaltungs- und Kursprogramm.

Die Sozialberatung ist eine neutrale Anlaufstelle für alle Zuwanderer, wo niederschwellig und unkompliziert geholfen wird.