by LiSe | 29. Dez. 2023 | Blog, Titelgeschichte
„Verbotene Bücher. Moral. Politik. Religion.“, eine Ausstellung zum Thema „Zensur“ im Literaturhaus München
Von Katrin Diehl
Irgendwo ist immer Zensur. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist: Zensur ist kein sehr stabiles Konstrukt, sie kann sich selten als Siegerin fühlen und ein gutes Image hat sie auch nicht gerade. Was zur Folge hat, dass es offiziell weder in China noch in Russland, noch in der Türkei, noch in Katar … Zensur gibt. (mehr …)
by LiSe | 29. Dez. 2023 | Blog, Kolumne
Kennen Sie den Unterschied zwischen Milch und Vollmilch? Nein? Also: Vollmilch – das klingt doch schon wesentlich bedeutender als nur Milch, oder? Dabei ist es genau umgekehrt. Bei Vollmilch wird – wie es im Amtsdeutsch heißt – „der Fettgehalt in der Molkerei eingestellt“ – bei 3,5 %. Milch – also die „nur“-Milch – hat aber einen höheren Fettgehalt. Ein klassisches Beispiel für Bezeichnungen, die einen Mehrwert suggerieren wollen, wo gar keiner ist. Derer gibt es viele: Miserable Leistungen nennt man „suboptimal“, süße Joghurt-Pampe „ist so wertvoll wie ein kleines Steak“ (wobei die Frage wäre, was an einem Steak wertvoll sein soll), Schokoriegel für Kinder haben eine „Extraportion Milch“. (mehr …)
by LiSe | 29. Dez. 2023 | Blog, Lyrische Kostprobe
Hermann Gfaller wurde 1957 in Traunstein geboren und hat das Schreiben von Gedichten als Mittel entdeckt, um sich über sich und die Welt klar zu werden. Je nach Phase entstanden so Jammertexte, Gesellschaftskritik, Liebesgedichte und alles dazwischen. Er hat als Journalist in den Gebieten Informationswirtschaft und Kunst gearbeitet, malt, schreibt und fotografiert. (mehr …)
by LiSe | 29. Dez. 2023 | Blog, Vermischtes
Independents im Porträt
Von Markus Czeslik
Mit dieser Ausgabe starten wir in den LiteraturSeiten München eine neue Serie, mit der wir Menschen eine Bühne geben, die die hiesige Literaturlandschaft um so vieles reicher machen. Wir porträtieren eine Auswahl unabhängiger Verlage, die mit einer großen Portion Idealismus, viel persönlichem Engagement, Herzblut und starker Überzeugung Bücher auf den Markt bringen, die sich nicht am Mainstream orientieren, sondern auch Themen in den Fokus nehmen, an die sich große Verlagshäuser vielleicht nicht herantrauen. Vor allem diese Independents sind es, denen wir viel Bibliodiversität verdanken. Bücher aus den kleinen, unabhängigen Häusern stehen für ungewöhnliche Perspektiven und einen anderen Zugang zu unserer Welt. (mehr …)
by LiSe | 29. Dez. 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Januar diese Neuerscheinungen:
Cho Nam-Joo: Wo ich wohne, ist der Mond ganz nah
KiWi
Cho Nam-Joo widmet sich in diesem feministischen Roman einem koreanischen Frauenleben: Manis Familie lebt in einem der ärmsten Stadtteile von Seoul. Sie wird ein einfaches, unerfülltes Leben führen, geprägt von der Demütigung, mit Mitte 30 noch keine eigene Familie zu haben. Eines Tages erfährt ihre Familie, dass eine Stadtteilsanierung geplant ist. Diese lässt die Immobilienpreise in die Höhe schießen, ihr Haus gewinnt plötzlich an Wert. Doch bald erfährt Manis Familie, dass die Sanierung wieder abgeblasen werden solle. Als ein Fremder ihr Haus kaufen will, ist die Familie uneins darüber, ob sie diesem gutmütigen Mann die Wahrheit sagen soll. (mehr …)
by LiSe | 29. Dez. 2023 | Blog, Kurzgeschichte
Von Ruth Neureiter
Ich erinnere mich an einen kleinen Goldbarren in meiner Handtasche. Er muss dort schlummern seit dem Schreibseminar in Lindau, unter vielen anderen Dingen, die ich mit mir herumtrage: Geldbörse, Notizbuch, diverse Stifte, Kinokarte, Parkschein, Papiertaschentücher, Kontoauszüge, Visitenkarten und Reisepass, Autoschlüssel, Einkaufszettel. (mehr …)
by LiSe | 29. Dez. 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Tom Hillenbrand bei einer Lesung über seinen neuen Roman
Von Sevda Cakir
„Verbrechen kann manchmal auch karriereförderlich sein“ – mit diesen Worten bezieht sich der Münchner Bestseller-Autor auf den Werdegang der „Madonna Lisa“, kurz: Mona Lisa, des berühmtesten Gemäldes der Welt. Als am 22. August 1911 Leonardo da Vincis Porträt „einfach“ aus dem Louvre gestohlen wird, kennen nur Kunstinteressierte das Motiv, erzählte Tom Hillenbrand vergangenes Jahr beim Literaturfestival „Dachau liest“ über seine Recherchen. (mehr …)
by LiSe | 4. Dez. 2023 | Blog, Titelgeschichte
Das Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern lädt seit 40 Jahren zu literarischen Veranstaltungen und mehr ein
Von Katrin Diehl
Wie wird jemand, wie wird etwas zu „einer Institution“? Genau bestimmen lässt sich das sicher nicht. Dass dafür Zeit, Beständigkeit, viel Arbeit vor und hinter den Kulissen vonnöten sind, davon lässt sich ausgehen. (mehr …)