Wann

26.03.2026    
19:00

Wo

Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3, München, Bayern, 80539, Oberbayern

Veranstaltungstyp

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Begrüßung: Wolfgang Matz

Es spielen und lesen Anja Lechner, Violoncello, und Gert Heidenreich

In einer Zeit, in der nahezu alles dem Posting und Branding unterworfen wird, ist auch ein Weltberühmter wie Rainer Maria Rilke in Gefahr, zu einer Marke zu werden. Zumal in Jubiläumszeiten wie jetzt im Jahr des 100. Todestags. Die Marke Rilke heißt Wohllaut und Schönklang. Doch seine Poesie ist bestimmt von der Genauigkeit der Beobachtung und Selbstbeobachtung, von der Präzision seiner Vorstellungskraft und vom poetischen Blick auf Außen und Innen. Daran richtet sich Gert Heidenreichs Rezitation von Rilkes Lyrik aus.

Anja Lechners Stücke für Violoncello treffen diese Poesie zu einem überraschenden musikalischen Austausch: Ihre Suiten, Bearbeitungen und Improvisationen setzen weder auf zeitliche, noch auf assoziative Nähe zu den Gedichten, sondern stellen über große Zeiträume eine Beziehung her, die Rilkes Vergegenwärtigung historischer Motive entspricht. G. H.

Anja Lechner ist eine klassische Cellistin, die in den 1990er Jahren mit dem »Rosamunde Quartett« Weltruhm erwarb. Klassik spielt sie immer noch, erkennbar z. B. an ihrem Soloalbum Bach Abel Hume (2024), für das sie die »New York Times« zu einem »hellen Stern« am Firmament der historischen Musik erklärte. Längst aber ist sie auch eine Protagonistin der zeitgenössischen Musik, die, etwa mit Werken von Valentin Silvestrov und Arvo Pärt, auf den Bühnen der Welt und auf zahlreichen Alben gegenwärtig ist. Seit 2025 ist sie auf Tournee mit dem tunesischen Oud-Spieler Anouar Brahem. Sie lebt und lehrt in München.

Gert Heidenreich publizierte zuletzt 2025 einen Band Erzählungen: Goethe kam aus dem Regen und das Drehbuch zu dem Film Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes von Edgar Reitz. Der »sprechende Schriftsteller« (Magazin Bücher) hat neben den Lesungen seiner eigenen Werke zahlreiche Titel der Weltliteratur als Hörbücher eingesprochen. 2019 wurde er dafür mit dem Deutschen Hörbuchpreis als »Bester Interpret« ausgezeichnet.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass unser Platzangebot begrenzt ist. Daher werden eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung am Haupteingang der Residenz, Max-Joseph-Platz 3, Platzkarten vergeben.