Hier entstand und wucherte der Nationalsozialismus. Ohne München wäre Hitler nicht der Führer geworden. Bis Kriegsende wurde die NSDAP aus der „Hauptstadt der Bewegung“ – den „Ehrentitel“ trug München seit 1935 – geführt. Hitlers Hauptwohnsitz blieb am Prinzregentenplatz bis 1945.
Hier befand sich nicht nur die NS-Parteizentrale, sondern eine Vielzahl weiterer Instanzen und zugleich gab es einflussreiche literarische Stimmen wie Thomas Mann oder Lion Feuchtwanger. Das Bild des Widerstands ist ähnlich breit gefächert: Weiße Rose, die katholischen Harnier- und Sperrkreise, die KPD- und SPD-Gruppen bis hin zu mutigen Einzelkämpfer*innen wie Georg Elser. Die wichtigen Opfergruppen nehmen breiten Raum ein: Jüd*innen, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung und andere. Immer stellt sich im Hintergrund die Frage: Wo verläuft die Linie zwischen Opfern, Tätern und Menschen im Widerstand?
Der Stadtführer „Nazi-München“ verbindet Bekanntes mit Unbekanntem und macht die Anatomie des Nationalsozialismus durch Touren erlebbar.