Andrej Kurkow erhält den Geschwister-Scholl-Preis 2022

Der Geschwister-Scholl-Preis 2022 wird an den Schriftsteller Andrej Kurkow, einer der bekanntesten Romanciers und politischen Intel- lektuellen der Ukraine, für sein „Tagebuch einer Invasion“ vergeben. Über die Vergabe des mit 10.000 Euro dotierten Preises haben am 13. Oktober der Kulturausschuss des Stadtrats und der Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern e. V. beschlossen. Mit dem in diesem Jahr zum 43. Mal vergebenen Geschwister-Scholl-Preis wird jährlich ein Buch ausgezeichnet, das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen und intellektuellen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben. (mehr …)

Tukan-Preis der Landeshauptstadt München für Martin Kordić

Der diesjährige Tukan-Preis wird an Martin Kordić für seinen Roman „Jahre mit Martha“ vergeben. Der mit 8.000 Euro dotierte Tukan-Preis zeichnet jährlich eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung aus. In die Auswahl kommen alle belletristischen Veröffentlichungen von Münchner Autorinnen und Autoren. Über die Vergabe beschloss der Kulturausschuss am 13. Oktober auf Empfehlung einer Jury. Zur Diskussion standen in diesem Jahr insgesamt 54 Bücher, die von der Jury in fünf Sitzungen besprochen und bewertet wurden. (mehr …)

Literaturfest München 2022

Das 13. Literaturfest München findet vom 16.11. bis 04.12.2022 erstmals nach der Corona-Pandemie wieder im größeren Format statt. Kernstück des Festivals ist erneut das von einer Schriftstellerin oder einem Schriftsteller kuratierte zehntägige Programm „Forum“, das dieses Jahr vom 16. bis 25.11. läuft. Gestaltet wird es von der aus der Ukraine stammenden und in Wien lebenden Autorin Tanja Maljartschuk und trägt das Motto „frei sein – Mitteleuropa neu erzählen“.
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[LiSe 10/22] Jung und schreibend (Folge 12): Die Prinzessin lebe hoch

Rebecca Faber holt Elizabeth Stuart nach vorne

Von Katrin Diehl

Es ist ihr erstes Romanprojekt. Sie befindet sich auf Seite 60. Und obwohl es ihr erstes ist, hat sie einen stabilen Stand, wirkt sicher und gut orientiert innerhalb des Schreibprozesses. Das Ganze ist erst einmal open end getaktet, das bedeutet: schreiben ohne Zeitdruck, ohne Verlagsfestlegung. Und doch gibt es, und da spürt man auch die promovierte Literaturwissenschaftlerin, recht genaue Vorstellungen, Einordnungen, Ansprüche, vor allem das richtige Gefühl für literaturtauglichen Stoff, die Ortung ihres SchreiberInnenzustands, den strukturierten Plot-Plan (und das heißt nicht, dass man sich beim Schreiben nicht noch von seinen ProtagonistInnen überraschen lassen könnte), denn Rebecca Faber (32) ist ja auch Literaturvermittlerin (u. a. Mitbetreiberin der Lesereihe LIX), interessierte Mitmacherin von Texttreffen in diesen oder jenen Wohnzimmern, Küchen, hat mit anderen zusammen einen feministischen Blog (wepsert.de), ist auch journalistisch unterwegs… Und dass da jetzt vor ein paar Wochen in England die Queen gestorben ist, bringt sie und alle, die der Welt, die ihre werdende Story ausmacht, etwas abgewinnen können, dem Romangeschehen noch einmal ein Stück näher. (mehr …)

Krimifestival München startet

Am 30. September fällt im Literaturhaus München der Startschuss zum Krimi-Herbst 2022. Charlotte Link, Deutschlands erfolgreichste Krimi-Autorin mit über 32 Millionen verkauften Büchern, feiert die offizielle Buchpremiere ihres neuen Romans “Einsame Nacht” – Der 4. Fall für Scotland-Yard-Ermittlerin Kate Linville um einen völlig undurchsichtigen Mordfall in den abgelegenen North York Moors. (mehr …)

[LiSe 09/22] Jung und schreibend (Folge 11): „Und was machen wir, wenn die Flut kommt?“

Ines Frieda Försterling über die Kraft der Gedichte

Von Marie Türcke

Freitag, 36 Grad in Wien, die Hitze steigt zu Kopf.

Die Umstände ihres ersten Gedichts erinnert Ines Frieda Försterling gut: „Als Jugendliche habe ich das Gewicht der Welt plötzlich sehr stark gespürt. Aus der Schule kannte ich Gedichte und an einem Nachmittag als mich alles überfordert hat, dachte ich, ich versuche mal meine Gefühle aufs Papier zu bringen. Danach habe ich mich gleich leichter gefühlt. So entstand mit 13 mein erstes Gedicht und seitdem habe ich nicht mehr aufgehört zu schreiben.“ (mehr …)