by LiSe | 30. Sep. 2023 | Blog, Titelgeschichte
Von Markus Czeslik
Das kleine Slowenien kommt im Oktober groß raus. Mit rund 70 Autor*innen präsentiert sich das Land als Ehrengast der diesjährigen 75. Frankfurter Buchmesse. Und rückt damit viele Namen ins Licht, die hierzulande eher den Kennern geläufig sind. (mehr …)
by LiSe | 30. Sep. 2023 | Blog, Kolumne
Es wird sich ein bisschen viel gewundert. Manche reiben sich auch erstaunt die Augen. Sind verblüfft. Kriegen gar Herzklopfen. Und wie das eben so ist mit allem, was inflationär betont, hervorgehoben, benannt wird: Erst kann man es nicht mehr hören, und dann überhört man es einfach. Genervt schaltet man insgesamt ab ob der Phrasendrescherei oder – ein Zeichen des Goodwills – sie/er lässt ein paar Sätze verstreichen …, und vielleicht lohnt es sich ja dann, den Aufmerksamkeitspegel peu à peu wieder langsam nach oben steigen zu lassen. (mehr …)
by LiSe | 30. Sep. 2023 | Blog, Vermischtes
Von Sevda Cakir
Andrej Murašovs Debütroman „Alles Gold“ entpuppt sich als ein Geschenk. Der Hip-Hop-Scholar erzählt eine Coming-Of-Age-Geschichte in Wort und „Musik“. Dazu kann die interessierte Leserschaft einfach dem Album-Hinweis im Buch folgen und schon werden die Szenen aus den Seiten musikalisch lebendig. Zusätzlich hat der Katapult-Verlag farbige Illustrationen von Malik Heilmann mit in das Werk aufgenommen. Dadurch können Augenblicke in der Welt der jungen Protagonist*innen intensiv miterlebt werden. (mehr …)
by LiSe | 30. Sep. 2023 | Blog, Kurzgeschichte
Von Wolfram Hirche
Schon zum dritten Mal heute, diese Falle. Gebratener Schinken, etwas Käse, achtsam auf den kleinen Spieß gesteckt, der von oben in die Falle hineinragt. Dann konzentriert den Metallbügel nach hinten über den Draht-Käfig gespannt und mit einem weiteren Bügel arretiert. So arretiert, dass die Klappe zur Käfig-Falle weit offensteht. Damit diese Klappe sich blitzschnell schließt, sobald das Tier am Schinkenkäse zupft, weil dann der Bügel sich löst und nach vorne schnappt. Es sei denn, die Maus würde von außen schnuppernd an die Gitterstäbe stoßen, dann käme es zu einer Fehlschließung. (mehr …)
by LiSe | 30. Sep. 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Oktober diese Neuerscheinungen: (mehr …)
by LiSe | 30. Sep. 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Von Ulrich Schäfer-Newiger
Dieses Buch ist ein blaues Buch: Der blaue Umschlag, ein blaues Gemälde wiedergebend, innen ein blaues Selbstbildnis der Autorin, das blaue Hardcover, die 19 blauen Bilder im Innern, die von der Autorin selbst stammen. Alle fünf Gedichte im Buch sind auf blauem Untergrund mit weißer Schrift gedruckt (vom letzten, dem fünfseitigen Langgedicht Tropfen auf der Scheibe allerdings nur die erste Seite). Gleichermaßen die jeweils ersten Seiten der sechs Prosatexte. Blau soll ins Auge springen, noch bevor man eine einzige Zeile der Texte gelesen hat. Ein handwerklich hervorragend gemachtes, solides blaues Buch. (mehr …)
by LiSe | 4. Sep. 2023 | Blog, Titelgeschichte
Michael Krüger erinnert sich an die kluge Essayistin, die es großartig verstand, Intellektualität zu inszenieren. In diesem Jahr wäre sie 90 Jahre alt geworden.
Von Katrin Diehl
Sagen wir es einmal so: Wer etwas über Susan Sontag wissen will, ist bei Michael Krüger ganz sicher nicht an der falschen Adresse. Hier in München über Jahrzehnte lang Verlagsleiter von Hanser war er ihre Anlaufstelle in Deutschland, war ihr Verleger in Germany. Und wenn man jemandes Verleger ist, ist man ja immer viel mehr als jemandes Verleger. Man kriegt dann Einblicke, lernt den Autor, die Autorin jenseits der Texte kennen, versteht, wie das Gegenüber tickt, bekommt – wie im Falle von Susan Sontag – viel Zigarettenrauch vors Gesicht geblasen und weiß das zu nehmen. „Wir waren eigentlich ziemlich schnell befreundet“, erinnert sich Michael Krüger, was zum einen daran gelegen habe, so berichtet er weiter, dass Sontag sein echtes Interesse an ihren Essays und was in denen verhandelt wurde, gespürt habe. (mehr …)
by LiSe | 4. Sep. 2023 | Blog, Kolumne
Es war einmal ein Kulturzentrum, das stand an einem garstigen Steig. Weil es aber so protzig und klobig war, hat es nie jemand so richtig liebgewonnen. Nach kaum 40 Jahren war es vom ständigen Benutzen und Bespielen so schwach geworden, dass die Stadtmütter und -väter beschlossen, es solle eine Kur bekommen. Sie legten einen Zeitplan für die Reha fest. Und so flohen die ansässigen Institutionen aus dem Kulturzentrum, eine jede in eine andere Richtung. (mehr …)