[LiSe 06/24] Unabhängige Verlage, Teil VI: Humanitäres Miteinander

Der Salon Literaturverlag

Von Marie Türcke

Franz Westner ist der engagierte Kopf hinter dem in München verorteten Salon Literaturverlag, der sich der Veröffentlichung oft schwieriger Themen widmet, Themen, die zum Nachdenken, Mitdenken, Mitreden auffordern – unliebsame Themen manchmal, die von den Leser*innen mehr abverlangen als ein simples Zurücklehnen und Genießen. Westners Verlag hat sich zur Aufgabe gemacht, ebensolche Bücher zu veröffentlichen – selbst, wenn diese Themen nicht massenmarkttauglich sind. So arbeitet Westner aktuell an der Übersetzung eines italienischen Romans über die Sonderkommandos im Holocaust, ein schwieriges Thema. Ob das viele Leser*innen generieren wird? Das werde man sehen, aber das sei auch nicht die entscheidende Frage, sondern, dass das Thema einen Raum brauche und er diesen bieten könne, so Franz Westner. (mehr …)

[LiSe 06/24] Jubiläumsveranstaltung: Kinder- und Jugendliteratur mit kritischem Blick

10 Jahre Bücher, die junge Leser*innen bewegen

Die Reihe „Kontrovers“ der Münchner Stadtbibliothek bringt seit zehn Jahren Licht in den Dschungel aktueller Debatten über Kinder- und Jugendbücher und auch neuer Verlagsmoden. Denn Kinder- und Jugendliteratur erzählt wunderbare Geschichten und erlaubt in der kritischen Auseinandersetzung einen Blick auf unsere Gesellschaft.

Zum Jubiläum haben sich Christine Knödler und Frank Griesheimer Moritz Klein (Verlagsleitung des Peter Hammer Verlags), Christian Linker (Autor), Julya Rabinowich (Autorin) und Ilke Sayan (Booktuberin) eingeladen.       Red

6. Juni 2024, 19 Uhr, Stadtbibliothek im Motorama / Showroom

Anmeldung bitte per E-Mail über stb.oeffentlichkeitsarbeit@muenchen.de

[LiSe 05/24] Unabhängige Verlage, Teil V

Austern fischen

Bettina Deininger entdeckt französische Autor*innen für den deutschen Markt.

Von Markus Czeslik

Wenn man mit Bettina Deininger spricht, fällt einem sofort ihre entwaffnende Herzlichkeit auf, ihre große Offenheit und Neugier auf das Gegenüber. Eigenschaften, die im Verlagsgeschäft Gold wert sind, vor allem, wenn man sich als „Indie“ am Markt einen Namen machen und die literarischen Perlen finden möchte, die den Großverlagen entgangen sind. (mehr …)

[LiSe 05/24] Gedenkveranstaltung: München liest – aus verbrannten Büchern

Öffentliche Veranstaltung vor der Antikensammlung.

Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der Machtübernahme der Nazis, beteiligten sich ca. 50.000 Münchner*innen (großenteils Akademiker) an der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz, die von Studenten der Münchner Universitäten (LMU und TU) und deren Rektoren inszeniert wurde.

Wie jedes Jahr findet daher am 10. Mai auf dem Königsplatz ab 10 Uhr eine Gedenkveranstaltung unter dem Titel „München liest – aus verbrannten Büchern“ statt. Jede*r kann dort (ab ca. 11 Uhr) jeweils fünf Minuten aus einem der „verbrannten Bücher“ vorlesen.

Wer vorlesen möchte, melde sich bitte unter 0170-773 1717. Der Text kann aus der Liste der Autor*innen selbst ausgewählt werden.

Red

Info: lesungausverbranntenbuechern.de

Ausschreibung Aufenthaltsstipendium Writer in residence

Aufenthaltsstipendium mit Publikation für literarische Begleitung des Ulmer Burgsommers vom 25.07.-11.08.24 zu vergeben

Wir suchen einen literarischen Blick auf das Leben und die künstlerische und kulturelle Arbeit rund um die Festungsanlage Wilhelmsburg. Dafür bieten wir einem/r leidenschaftlichen Stadt- bzw. Burgschreiber*in die Möglichkeit eines Schreibaufenthalts in Form eines Aufenthaltsstipendiums in der Zeit vom 25.07.-11.08.24. (mehr …)