by LiSe | 30. Juni 2016 | Blog, Titelgeschichte
Die Münchner Illustratorin Rotraut Susanne Berner schafft nicht nur Kinderbuch-Klassiker, sondern gibt auch eine bibliophile Reihe
heraus.
Wimmelbücher machen süchtig – nicht nur Kinder. Sie sind, wie es die Zeitschrift Chrismon einmal beschrieben hat, die Buddenbrooks für die Kleinen. Die Schöpferin der Wimmelbücher und vieler, vieler anderer Kinderbücher ist die in München lebende Illustratorin und Autorin Rotraut Susanne Berner, die gerade mit dem Hans Christian Andersen-Preis ausgezeichnet worden ist. Seit drei Jahren ist die 1948 in Stuttgart geborene Künstlerin auch Herausgeberin von „Die tollen Hefte“, einer Buchreihe, die renommierte Illustratoren gestalten. Die 45 bislang erschienenen Hefte hat gerade eine Ausstellung in Bologna gewürdigt. (mehr …)
by LiSe | 30. Mai 2016 | Blog, Titelgeschichte
Staatsbibliothek präsentiert ihre Schätze in der Ausstellung Buchmalerei
Prächtig vergoldete Blütenstempel blitzen aus roten und blauen Blüten. Froschgrüne und kornblumenblaue Blätter schlingen sich verschwenderisch um eine Initiale. In der Ranke krabbelt ein nacktes, blond gelocktes Kind. Es ist umgeben von paradiesisch bunten Vögeln, einem Reh, einem Jäger. All die Tiere und Pflanzen sind nur ein paar Zentimeter groß, doch von intensiver Farbe und strahlendem Gold. Diese kostbare Buchmalerei korrigiert die vorherrschende Vorstellung vom „finsteren Mittelalter“. Die Bayerische Staatsbibliothek öffnet ihre Schatzkammer, und München leuchtet. Der Auftakt der Ausstellungsreihe „Bilderwelten – Buchmalerei zwischen Mittelalter und Neuzeit“ präsentiert hochkarätige Exponate, die zum Teil erstmalig zu sehen sind. (mehr …)
by LiSe | 2. Mai 2016 | Blog, Titelgeschichte
Die Fantasy-Welle bei Kinderbüchern ist vorbei. Die beste Leseförderung ist das Vorlesen.
Warum haben Tiger Streifen? Hatten Dinosaurier Ohren? Bei LeseLotte gibt’s die Antworten – im einzigen Münchner Kinderbuchladen. In der Mitte der Buchhandlung steht ein großer Tisch, mit Büchern über Tiger oder Dinos. Das ist was für Größere. Die jüngeren Kinder finden ihre Schätze gleich am Schaufenster: Dort gibt es knuddelige Stofftiere, Fühlbücher oder Pappdeckelbände wie „Ella entdeckt die Welt“. Auf der gegenüberliegenden Seite des Buchladens in der Reichenbachstraße 30 stehen die Jugendbücher. „Wir haben unsere Buchhandlung im Oktober 2015 eröffnet“, erzählt Christiane Jürging. Es ist der einzige Münchner Kinderbuchladen – der Vorgänger in der Blütenstraße hat schon vor Jahren aufgegeben. (mehr …)
by LiSe | 31. März 2016 | Blog, Titelgeschichte
Der Bannkreis des „Zauberberg“ – Thomas Manns großer Zeitroman in einer als Collage inszenierten Werkschau im Literaturhaus
Im Mai 1912 reiste Thomas Mann nach Davos, um seine Frau, die dort für einige Monate zur Kur in einem Sanatorium weilte, zu besuchen. Den Tod in Venedig hatte er noch nicht fertig, aber bereits die Idee für ein humoristisches Gegenstück, leicht und unterhaltsam, nicht viel länger als eine etwas ausgedehnte short story. „Sie war gedacht als ein Satyrspiel zu der tragischen Novelle, die ich eben beendete. Ihre Atmosphäre sollte die Mischung von Tod und Amüsement sein, die ich an dem sonderbaren Ort hier oben erprobt habe …“, schreibt er in seiner Einführung in den ,Zauberberg‘ aus dem Jahre 1939. Im Juli 1913 begann er mit der Novelle, stellte dann fest, dass der Stoff sehr viel mehr Raum und Zeit in Anspruch nahm als vorgesehen, unterbrach die Arbeit während des Weltkriegs und machte sich 1919 an eine intensive Umarbeitung. Das Werk, das dann im November 1924 erschien, war über 1000 Seiten lang und fand sofort ein enthusiastisches Publikum. (mehr …)
by LiSe | 1. März 2016 | Blog, Titelgeschichte
Die Büchergilde Gutenberg hat schon knapp tausend Genossen – Bertelsmann Lesering nur noch Historie
300.000 Mitglieder hatte sie im Jahr 1964, der 40. Geburtstag wurde in der Frankfurter Paulskirche gefeiert. Festredner war Erich Kästner, er gratulierte mit einem Gedicht: „Dass sich der Mensch durch Bücher bilde, schuf Gutenberg die Büchergilde“. Das sind Glanzlichter aus der Geschichte einer Institution, die 1924 von Buchdruckern in Leipzig gegründet wurde: die Büchergilde Gutenberg. Mittlerweile hat die Buchgemeinschaft nur noch 60.000 Mitglieder – aber sie lebt. Während der Medienriese Bertelsmann vor wenigen Monaten sein letztes Buchclub-Geschäft geschlossen hat und damit der Lesering der Historie angehört, nimmt die Büchergilde an Fahrt auf: Sie ist eine Genossenschaft geworden, mit derzeit 950 GenossInnen. (mehr …)
by LiSe | 31. Jan. 2016 | Blog, Titelgeschichte
Vor hundert Jahren, am 5. Februar 1916, erblickte „DADA“ das Licht der Welt. An diesem Tag gaben Hugo Ball und Emmy Hennings die erste Vorstellung in der von ihnen neu eröffneten Künstlerkneipe „Cabaret Voltaire“ in Zürich.
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