by LiSe | 2. Mai 2016 | Blog, Titelgeschichte
Die Fantasy-Welle bei Kinderbüchern ist vorbei. Die beste Leseförderung ist das Vorlesen.
Warum haben Tiger Streifen? Hatten Dinosaurier Ohren? Bei LeseLotte gibt’s die Antworten – im einzigen Münchner Kinderbuchladen. In der Mitte der Buchhandlung steht ein großer Tisch, mit Büchern über Tiger oder Dinos. Das ist was für Größere. Die jüngeren Kinder finden ihre Schätze gleich am Schaufenster: Dort gibt es knuddelige Stofftiere, Fühlbücher oder Pappdeckelbände wie „Ella entdeckt die Welt“. Auf der gegenüberliegenden Seite des Buchladens in der Reichenbachstraße 30 stehen die Jugendbücher. „Wir haben unsere Buchhandlung im Oktober 2015 eröffnet“, erzählt Christiane Jürging. Es ist der einzige Münchner Kinderbuchladen – der Vorgänger in der Blütenstraße hat schon vor Jahren aufgegeben. (mehr …)
by LiSe | 31. März 2016 | Blog, Titelgeschichte
Der Bannkreis des „Zauberberg“ – Thomas Manns großer Zeitroman in einer als Collage inszenierten Werkschau im Literaturhaus
Im Mai 1912 reiste Thomas Mann nach Davos, um seine Frau, die dort für einige Monate zur Kur in einem Sanatorium weilte, zu besuchen. Den Tod in Venedig hatte er noch nicht fertig, aber bereits die Idee für ein humoristisches Gegenstück, leicht und unterhaltsam, nicht viel länger als eine etwas ausgedehnte short story. „Sie war gedacht als ein Satyrspiel zu der tragischen Novelle, die ich eben beendete. Ihre Atmosphäre sollte die Mischung von Tod und Amüsement sein, die ich an dem sonderbaren Ort hier oben erprobt habe …“, schreibt er in seiner Einführung in den ,Zauberberg‘ aus dem Jahre 1939. Im Juli 1913 begann er mit der Novelle, stellte dann fest, dass der Stoff sehr viel mehr Raum und Zeit in Anspruch nahm als vorgesehen, unterbrach die Arbeit während des Weltkriegs und machte sich 1919 an eine intensive Umarbeitung. Das Werk, das dann im November 1924 erschien, war über 1000 Seiten lang und fand sofort ein enthusiastisches Publikum. (mehr …)
by LiSe | 1. März 2016 | Blog, Titelgeschichte
Die Büchergilde Gutenberg hat schon knapp tausend Genossen – Bertelsmann Lesering nur noch Historie
300.000 Mitglieder hatte sie im Jahr 1964, der 40. Geburtstag wurde in der Frankfurter Paulskirche gefeiert. Festredner war Erich Kästner, er gratulierte mit einem Gedicht: „Dass sich der Mensch durch Bücher bilde, schuf Gutenberg die Büchergilde“. Das sind Glanzlichter aus der Geschichte einer Institution, die 1924 von Buchdruckern in Leipzig gegründet wurde: die Büchergilde Gutenberg. Mittlerweile hat die Buchgemeinschaft nur noch 60.000 Mitglieder – aber sie lebt. Während der Medienriese Bertelsmann vor wenigen Monaten sein letztes Buchclub-Geschäft geschlossen hat und damit der Lesering der Historie angehört, nimmt die Büchergilde an Fahrt auf: Sie ist eine Genossenschaft geworden, mit derzeit 950 GenossInnen. (mehr …)
by LiSe | 31. Jan. 2016 | Blog, Titelgeschichte
Vor hundert Jahren, am 5. Februar 1916, erblickte „DADA“ das Licht der Welt. An diesem Tag gaben Hugo Ball und Emmy Hennings die erste Vorstellung in der von ihnen neu eröffneten Künstlerkneipe „Cabaret Voltaire“ in Zürich.
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by LiSe | 29. Dez. 2015 | Blog, Titelgeschichte
Das Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN-Zentrums nimmt sich verfolgter Schriftsteller, Journalisten und Verleger an.
Enteignet ist seine Sprache“, schrieb Theodor W. Adorno zur Situation der aus Nazideutschland geflüchteten Exilschriftsteller. Immer schon waren diejenigen, deren Handwerk die Sprache ist, den Mächtigen ein Dorn im Auge, traf sie deren Verfolgungsfuror, wurden sie mundtot gemacht, verboten, eingesperrt, verbannt, umgebracht, heute wie eh und je. Angesichts dieser elenden Tatbestände und auch auf Grund des im letzten Jahrhundert begangenen Unrechts durch die Deutschen wollte das deutsche PEN-Zentrum nicht länger untätig bleiben und gründete mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung 1999 das Writers-in-Exile-Programm. „Momentan gehören wir zu den aktivsten der über 140 weltweit existierenden PEN-Zentren“, sagt Franziska Sperr, Beauftragte des Programms. „Wir arbeiten zusammen mit dem Writers-in-Prison-Programm des PEN und mit anderen NGOs (Non-Governmental Organizations), etwa Reporter ohne Grenzen oder Human Rights Watch, organisieren Kampagnen und nutzen diplomatische Kanäle, um den in Bedrängnis geratenen Personen zu helfen. Den iranischen Schriftsteller Faraj Sarkohi haben wir buchstäblich von der Folterbank geholt. Das geht, wenn der Druck von höchster Stelle, etwa dem Auswärtigen Amt, erfolgt.“ (mehr …)
by LiSe | 27. Nov. 2015 | Blog, Titelgeschichte
Elf Anfänge aus literarischen Werken deutscher Sprache zwischen 1810 und 2013 – Anfänge, die meist so pointiert sind, dass sie als Keimzelle der folgenden 30 bis 3000 Seiten wirken. Wir wollten Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern, die spielerische Chance geben, daraus Autor/in und Werk zu erraten und wünschen Ihnen dabei viel Vergnügen! (mehr …)