by LiSe | 5. Sep. 2022 | Blog, Kurzgeschichte
Am folgenden Sonntag fahren wir zum Eichendorffplatz, weil wir uns jetzt von Namen leiten lassen oder auch die Namen beim Wort nehmen wollen. Wir steigen am Partnachplatz aus. Ich mag das Design dieser Stationen, das den achtziger Jahren entstammt: die changierenden Farben von Cremefarben bis Grün, die sanften Abrundungen, die langen, am Ende leicht gewundenen Linien aus Neonröhren, alles ist gleitende Bewegung hier, unhörbares Fließen, ein Bezugssystem, das sich richtiggehend erfüllt, wenn die U-Bahn mit ihren blauen Sitzen in die Station einfährt. (mehr …)
by LiSe | 5. Sep. 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat September diese Neuerscheinungen:
Lieke Marsman: Das Gegenteil eines Menschen
Klett-Cotta
Ida, eine junge Klimawissenschaftlerin aus Amsterdam, malt sich als Kind häufig aus, eine Gurke zu sein − ihr Lieblingsgemüse, das zwar wächst, aber nicht fühlt. Jahre später stellt sie ihr biologisches Geschlecht in Frage und hinterfragt eindringlich das gegenwärtige Verhältnis von Mensch und Natur. Ida verlässt Amsterdam für ein Forschungsprojekt in den norditalienischen Alpen. Doch der Preis für die neue Erfahrung ist hoch, denn sie lässt ihre Freundin Robin in Amsterdam zurück, was die Liebe der beiden Frauen auf eine harte Probe stellt. Ein hochaktuelles Thema und berührender Liebesroman zugleich. (mehr …)
by LiSe | 5. Sep. 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Marian Offman schreibt ein lesenswertes Buch, das mit einer Antwort auf diese Frage noch wartet.
Von Katrin Diehl
Autofiktionale Texte treiben mit uns ein unruhiges Spiel. Immer doch ein wenig voyeuristisch, verlässt uns beim Lesen die Frage kaum, was da jetzt „stimmt“ und was nicht. Autofiktionales Schreiben ist gerade ziemlich angesagt, obwohl – und das erklären uns Autor*innen schon lange – eigentlich jeder Text seine fiktionale wie autobiografische Komponente hat. Mal mehr vom einen, mal mehr vom anderen. In Marian Offmans „Mandelbaum“-Buch dominiert eindeutig das Autobiografische als Inhaltsgeber. Und das ist ziemlich aufregend, auch weil es diesen oder jenen aus der Münchner Gesellschaft, erkennt der sich wieder, ziemlich aufregen könnte. (mehr …)
by LiSe | 21. Juli 2022 | Blog, Vermischtes
Das internationale literaturfestival berlin [ilb] ruft in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse und dem PEN Zentrum Deutschland Kinos, Schulen, Universitäten, Medien, Kultureinrichtungen und Einzelpersonen auf, sich am 7. September 2022 an einer weltweiten Lesung ukrainischer Literatur zu beteiligen. (mehr …)
by LiSe | 13. Juli 2022 | Blog, Vermischtes
Am Mittwoch, den 15. Juli endet unsere Bewerbungsphase für das Treffen junger Autor*innen 2022.
Junge Schreibende haben bis dahin noch die Möglichkeit, ihre Themen und Sichtweisen in eigenen Geschichten, Theaterstücken, Gedichten, Slam Poetry oder freien Textformen einzureichen.
Junge Autor*innen gesucht!
Du schreibst gern Gedichte, Theaterstücke, Kurzgeschichten, Slam Poetry oder experimentierst mit Sprache?
Du willst deine Texte vor Publikum bei einer Lesung in Berlin vorstellen?
Du hast Lust, andere junge Autor*innen kennenzulernen, dich mit Profis auszutauschen und dich in Workshops rund ums Schreiben auszuprobieren?
Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung beim Treffen junger Autor*innen!
Einsendung der Bewerbungsunterlagen
Das Treffen junger Autor*innen lädt bundesweit Menschen im Alter von 11 bis 21 Jahren ein, sich mit ihren selbst geschriebenen Texten zu bewerben. Thema und Stil können frei gewählt werden: Ob Geschichten, kurze Erzählungen, Theaterstücke, Slam Poetry, Gedichte, Spoken Word oder experimentelle Erzählformen – alle Textformen können eingereicht werden. Du kannst bis zu fünf Textseiten oder zehn Gedichte einsenden. Erstmals können in diesem Jahr auch Texte in anderen Sprachen und mehrsprachige Texte eingereicht werden. Die Teilnahme am fünftägigen Treffen junger Autor*innen in Berlin ist der Preis des deutschlandweiten Wettbewerbes für Nachwuchsautor*innen. Eine unabhängige Jury wählt aus den Bewerbungen ca. zwanzig Autor*innen mit ihren Texten aus, die als Preisträger*innen zum Treffen junger Autor*innen nach Berlin eingeladen werden.
Das Treffen junger Autori*innen 2022 findet vom 17. – 21. November 2022 statt.
Bewerbungsschluss: 15. Juli 2022 über das Bewerbungsportal
Klicke hier für mehr Infos zum Treffen junger Autor*innen
Kontakt
Bundeswettbewerbe Berlin
bundeswettbewerbe@berlinerfestspiele.de
+49 30 25486 114
by LiSe | 29. Juni 2022 | Blog, Titelgeschichte
Der Illustrator und Künstler Nikolaus Heidelbach im Literaturhaus
Von Katrin Diehl
Seine Bilder sind ein Hingucker. Farben, Linien, Komposition geben sich klar, glatt, punkten in ihrer Plakativität, ihrer Zugänglichkeit, und dann das …
(mehr …)
by LiSe | 29. Juni 2022 | Blog, Vermischtes
Im Mittelpunkt der Sonderausstellung stehen Frauen der Münchner Boheme, die ein freies, selbstbestimmtes Leben führten und sich bewusst gegen bürgerliche Konventionen stellten und oftmals prekäre Lebensumstände in Kauf nahmen. Literarisch und theoretisch reflektierten sie dabei Fragen, die bis heute aktuell sind.
Red
Monacensia im Hildebrandhaus
Maria-Theresia-Str. 23, München
1. Juli 2022 bis 31. Juli 2023
Mo – Mi, Fr 9.30 – 17.30 Uhr
Do 12.00 – 19.00 Uhr
Sa, So 11.00 – 18.00 Uhr.
Eintritt frei
by LiSe | 30. Mai 2022 | Blog, Titelgeschichte
Eine Ausstellung im Jüdischen Museum München zur Geschichte des Kinderbuchklassikers in Israel
Von Katrin Diehl
„Heidi“, das Mädchen aus den Bergen, ist ein Phänomen. Es ist die Verkörperung der Schweiz, ist allgegenwärtig wie das Matterhorn (übrigens kein Gipfel aus Heidis Graubündner Bergwelt). Außerdem ist „Heidi“ ein bemerkenswertes Stück Literatur, ein Klassiker, ein Buch der großen Gefühle wie der großen Natur, durchzogen mit religiös überhöhten Momenten, was aber nicht ganz ungewöhnlich ist für einen deutschsprachigen Erfolgsroman des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Geschrieben wurden die beiden Bände „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ und „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ von der Schweizer Autorin Johanna Spyri (1827-1901). Zum ersten Mal erschienen sind sie 1880 und 1881. Bis heute wurde das Buch, das später üblicherweise beide Bände umfasste, an die 60 Millionen Mal verkauft, wurde in über 70 Sprachen übersetzt… unter anderem auch ins Hebräische. (mehr …)